Am Sonntag haben Sie die Wahl!

Hunsrück/Nahe. Europaparlament, Kreistag, Verbands-, Ortsgemeinderäte und Bürgermeister: Am Sonntag dürfen die Bürgerinnen und Bürger zur Wahlurne schreiten. Dabei tritt auch der parteilose Peter Unkel (in der Printausgabe haben wir ihn fäschlicherweise der CDU zugeordnet) als VG Bürgermeisterkandidat in der neuen Verbandsgemeinde Hunsrück-Mittelrhein an. Bisher hat er dieses Amt in der VG Emmelshausen inne.

Am spannendsten dürfte es wohl bei der Wahl zum Bürgermeister der neuen Verbandsgemeinde (VG) Simmern-Rheinböllen werden. Hier werben gleich vier Kandidaten um die Gunst der Wähler.  Michael Boos (SPD), Thorsten Hachmer (FDP), Thomas Klemm (CDU) und Karsten Klopmann (Grüne) wollen die zukünftigen Geschicke der neuen Verwaltungseinheit lenken. Eine Stichwahl scheint wahrscheinlich.

Für die künftige VG Hunsrück-Mittelrhein wird es dazu nicht kommen. Roger Mallmenn (Linke) ist der einzige Gegenkandidat des parteilosen Peter Unkel, dem bisherigen Bürgermeister der VG Emmelshausen. Obwohl die neuen Verbandsgemeinden erst zum 1. Januar 2020 in Kraft treten, wird schon jetzt gewählt. Bis zur Fusion bleiben per Gesetz die bisherigen VG-Räte und Bürgermeister im Amt. Alle anderen VG-Bürgermeister, der Bürgermeister der verbandsfreien Stadt Boppard sowie der Landrat werden dieses Jahr nicht gewählt.

Spannung verspricht auch die Stadtbürgermeisterwahl in Kirchberg. Auch hier könnte die Entscheidung erst bei einer Stichwahl in zwei Wochen fallen. Amtsinhaber Udo Kunz (CDU) tritt erneut an. Zudem werben Werner Wöllstein (FDP) und Hans Dunger (Einzelbewerber) um Wählerstimmen.

Weniger spannend ist es in den anderen Städten im Rhein-Hunsrück-Kreis. In Emmelshausen (Andrea Mallmann, FWG), Rheinböllen (Bernadette Oberthür, CDU), Kastellaun (Christian Keimer, CDU), Oberwesel (Marius Stiehl, CDU) sowie der Kreisstadt Simmern (Dr. Andreas Nikolay, CDU) kann bei der Bürgermeisterwahl nur mit ja oder nein gestimmt werden. Lediglich in St. Goar hat man noch eine echte Wahl: Amtsinhaber Horst Vogt (CDU) muss sich gegen Falko Hönisch (SPD) durchsetzen.

Daneben werden auch alle weiteren Bürgermeister, Ortsvorsteher sowie Stadt- und Gemeinderäte gewählt; ebenso der Kreistag (Info-Kasten).  In einigen Gemeinden gibt es keine Direktkandidaten für das Amt des Bürgermeisters. In diesem Fall wählt der neue Gemeinderat diesen aus den eigenen Reihen.

Abgerundet wird der Wahlsonntag durch die Europawahl. Damit werden viele Kreuze verteilt auf den Wahlzetteln und somit die Politik der nächsten Jahre bestimmt. Also auf zum Wahllokal am 26. Mai.

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