Fünfte Saisonniederlage in Elversberg

Hunsrück/Nahe. Präsident des FC Karbach zu sein, macht in diesen Wochen sicher auch nicht so richtig Spaß. Zwar konnte Daniel Bernd den Rücktransfer von Pascal Steinmetz zum TUS Mayen entsprechend der Hunsrücker Bedingungen abwickeln, doch um in der Oberliga gut mitspielen zu können, braucht man vor allem Spieler. Und die waren wenige Stunden vor Ablauf der Transferzeit kaum noch zu finden.

Von Arno Boes.

Ob Bernd nun die Gelder aus Mayen zunächst auf das Vereinskonto legen muss oder doch noch ein neuer Akteur für den FC Karbach rechtzeitig gewonnen werden konnte, stand bis zum Redaktionsschluss noch nicht fest.

Wie prekär die Situation der Blau-Weißen ist, zeigte sich beim Gastspiel in Elversberg. Gerade mal 13 gesunde Feldspieler konnte Trainer Torsten Schmidt noch aufbieten, dazu zwei Torhüter. Von denen musste Neuzugang Safet Husic nach ausgeheiltem Fingerbruch auch gleich ran, denn Lukas Schmitt, bei den bisherigen sechs Ligaspielen im Kasten, hatte nach dem Aufwärmen Leistenprobleme. Husic machte seine Sache gut, konnte in den ersten Minuten einige große Chancen der Elversberger zu Nichte machen, musste aber dennoch bis zur 31. Minute dreimal hinter sich greifen. In der 12. Minuten fiel das 1:0, mit einem Doppelschlag in der 30. und 31. Minute stellten die Gastgeber dann die Weichen klar auf Sieg. Fünf Minuten vor der Pause gelang immerhin Niklas Schneider der Treffer zum 3:1 und noch vor dem Halbzeitpfiff hätte es 3:2 stehen können, aber ein Kopfball von Enrico Köppen ging knapp am Tor vorbei.

Dennoch begannen die Karbacher mutig den zweiten Durchgang, kamen auch immer mal wieder vor das Elversberger Tor, aber der zweite Treffer, der vielleicht noch einmal zusätzliche Kräfte hätte wecken können, fiel nicht mehr. Mit dem 4:1 in der 72. Minute und dem 5:1 zehn Minuten später war dann endgültig alles klar, mit der fünften Niederlage im siebten Spiel verbleiben die Karbacher vorläufig in der Tabelle auf dem 17. Platz.

Den Kopf in den Sand stecken gibt es für Daniel Bernd dennoch nicht. Er erwartet vom Team, dass es die Rückschläge so gut es geht wegsteckt und in den beiden nun folgenden Heimspielen punktet. Vier Punkte nach sieben Spielen würden hochgerechnet auf die gesamte Saison nur rund 20 Zähler bedeuten und das dürfte definitiv zu wenig sein, um die Klasse zu erhalten. Dennoch zeigten die Spieler, die in Elversberg auf dem Platz standen, darunter auch wieder Co-Kapitän Johannes Göderz nach längerer Verletzungspause, dass sie die Herausforderung annehmen und ihre Chancen suchen.

Für Torsten Schmidt und sein Trainerteam wird es jetzt darauf ankommen, die verfügbaren Kräfte so gut es geht einzuteilen und vor allem bei den Heimspielen sowie gegen die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte den Erfolg zu suchen. Der nächste Gegner kommt am Samstag, 7. September, auf den Quitinsberg, Anpfiff gegen den Tabellensiebten FV Dudenhofen ist diesmal um 16.30 Uhr.

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