Karbach chancenlos bei Schott Mainz

Mit einer 6:0-Niederlage geht es in die Winterpause

Karbach. Das es beim Tabellenführer Schott Mainz für den FC Karbach ziemlich schwer werden würde, war schon vor dem Anpfiff klar. Und da neben den fehlenden Kräften in der Verteidigung auch Torjäger Enrico Köppen kurzfristig nicht spielen konnte, waren die Chancen auf einen Punkt in der Landeshauptstadt so gut wie geschwunden. Einschließlich dem zweiten Torhüter Lukas Schmitt hatte Trainer Torsten Schmidt nur noch 15 Spieler für die Aufstellung zur Verfügung, die klare 6:0-Niederlage war am Ende ein Abbild der bisher katastrophalen Situation im Hunsrücker Oberliga-Team.

von Arno Boes

 

Die Mainzer nutzten die personellen Nöte der Karbacher, die ja auch schon eine Woche im Heimspiel gegen Gonsenheim spielentscheidende waren, von Anfang an als Konzept für das eigene Spiel genutzt. Maxi Junk und Tim Puttkammer in der Innenverteidigung waren ein weiteres Mal überfordert, angesichts der der Verfügbarkeit von Akteuren aber alternativlos für Schmidt. Die beiden Spielgestalter konnten zwar nach der schnellen Führung der Mainzer in der 5. Minute Schlimmeres zunächst verhindern, aber mit einem Doppelschlag in der 37. und 39. Minute stellten die Hausherren die Weichen endgültig auf Sieg.

In der zweiten Halbzeit steigerte Schott noch den Druck, wollte die Quote der verpassten Chancen in der ersten Halbzeit deutlich verringern. Bestand für die Karbacher in der 17. Minute noch die Chance zum Ausgleich, so spielten nach der Pause nur noch die Mainzer. „Wir waren überfordert“, konstatierte Trainer Torsten Schmidt, der die Niederlage mit Fassung trug. Nach dem 4:0 in der 55. Minute wechselte Schmidt zwar noch Janik Otto und Tobias Jakobs ein, aber das hatte auf das Spiel kaum noch Einfluss. Die beiden letzten Treffer der Partie zum 6:0-Endstand erzielte Schott-Torjäger Janek Ripplinger in der 77. und 84. Minute. Und mit diesem Ergebnis waren die Hunsrücker fast noch gut bedient, es hätten auch noch das ein oder andere Tor mehr sein können. Karbach rutschte damit auf den 15. Tabellenplatz ab und hat nun ein Torverhältnis von -17. Der Wert könnte angesichts des engen Feldes am Tabellenende vielleicht noch eine Rolle spielen, denn die nun in der Winterpause unmittelbar vor den Hunsrückern liegenden Teams haben da durchaus bessere Quoten zu bieten.

Der 20. Spieltag der Oberliga steht am 29. Februar 2020 an. Bis dahin hat der FC Karbach nun Zeit, die verletzten Spieler auskurieren zu lassen, um sie dann wieder an das Team heranzuführen. Das gilt vor allem für die Abwehr, die allerdings personell in der Winterpause nicht verstärkt werden soll. Klar hingegen ist die Rückkehr von Oskar Feilberg, der wird dann nach einer halbjährigen Unterbrechung ab dem Februar sein bisher neunjähriges Engagement für den FC Karbach fortsetzen. Ob das ausreichen wird, um die Hunsrücker in den noch folgenden 15 Saisonspielen doch noch aus der Abstiegszone herauszuholen, wird die spannende Frage im kommenden Frühjahr sein.

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