Karbach unterliegt Koblenz mit 1:2

Hunsrück/Nahe. Die erste Enttäuschung für den FC Karbach gab es schon zum Anpfiff. Waren bisher die Derbys zwischen den Hunsrückern und der TuS Koblenz Garanten für eine vierstellige Zuschauerzahl, so zählte man diesmal nur gut 600 Besucher auf dem Quintinsberg. Und am Ende gab es dann den zweiten Dämpfer, das Spiel ging knapp mit 1:2 verloren.

Von Arno Boes.

Die Grundlage dafür wurde von beiden Teams schon in den ersten rund 20 Minuten gelegt. Karbach bekam die TuS-Stürmer, darunter der Ex-Karbacher Kabashi, nicht in den Griff, machte dazu viele Fehler in der eigenen Abwehr. Kabashi war schon nach sechs Minuten an der Vorbereitung der Koblenzer Führung beteiligt, nach einem Einwurf nahe dem Karbacher Strafraum, lenkte er den Ball weiter, den dann Knop für die TuS mit dem Kopf einnickte. Auch dem zweiten TuS-Treffer ging ein Standard voraus. Kabashi brachte eine Ecke genau auf TuS-Kapitän Michael Stahl, der ebenfalls mit dem Kopf den zweiten TuS-Treffer markierte. Karbachs Trainer Schmidt reagierte, brachte den langen Julian Hohns von der Bank zur Stabilisierung der Abwehr, womit FC-Kapitän Maxi Junk wieder in seine Stammposition als Spielantreiber ins Mittelfeld rückte.

Noch vor der Pause hätten die Koblenzer allerdings um mindestens noch ein Tor erhöhen können, denn Karbach machte einfach hinten zu viele Fehler, die aber die TuS nicht nutzen konnte. Nach dem Seitenwechsel drehte sich dann auch das Spiel. Jetzt zeigten sich die Hunsrücker offensiv wesentlich besser im Zusammenspiel und auch entschlossener bei der Balleroberung. Die Belohnung ließ nicht lange auf sich warten. In der 52. Minute sprang Niklas Schneider gedankenschnell in eine Koblenzer Rückgabe und brachte den Ball zum Anschlusstreffer über die Linie. Und drei Minuten später wäre fast durch Linus Peuter der Ausgleich gefallen, doch TuS-Torwart Paucken konnte dann Ball des Karbachers gerade noch an den Pfosten lenken. Noch ein paarmal stand der Koblenzer Schlussmann in den folgenden 35 Minuten im Mittelpunkt des Geschehens, aber ein weiteres Tor wollte für die Karbacher nicht mehr fallen. Nach der ersten Halbzeit fast verdient, nach dem zweiten Durchgang dann doch eher glücklich nahmen die Koblenzer am Ende alle drei Punkte vom Quintinsberg mit.

Der FC Karbach bleibt damit in der Abstiegszone auf Platz 15, die zehn bisher erzielten Punkte und das mit -11 deutlich negative Torverhältnis nach insgesamt elf Saisonspielen machen es immer schwerer, den Anschluss an das Mittelfeld wiederherzustellen. Doch der Eindruck, den das FC-Team trotz der angespannten personellen Lage bisher vermittelt, zeugt zumindest vom Willen, sich der Situation in jedem Spiel mit dem Willen zu stellen, alles zu geben. Das dürfte auch am kommenden Samstag (5. Oktober, 15.30 Uhr) der Fall sein, wenn es zum „Lieblingsgegner“ Mechtersheim geht. Die Südpfälzer sind derzeit Tabellenletzter mit nur sechs Zähler auf dem Konto. Das dürfte sie motivieren, gegen Karbach alles für einen dringend benötigten Heimsieg zu tun. Andererseits scheint für die Hunsrücker wie zuletzt in Bingen mit einem selbstbewussten Auftreten ein weiterer Auswärtssieg greifbar.

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