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Nullnummer auf dem Quitinsberg

Karbach. Es gibt Spiele, da merkt man spätestens im Verlauf der zweiten Halbzeit, dass es wohl ein torloses Remis geben wird. Ein solches erlebten die 235 Zuschauer zwischen dem FC Karbach und dem SV Saar 05 Saarbrücken.

Von Arno Boes

Schnell war nach dem Anpfiff klar, dass sich auf dem Quintinsberg zwei in etwa gleichwertige Mannschaften gegenüberstanden, die um jeden Punkt gegen den Abstieg kämpfen. Es wurde aber ebenso deutlich, dass beide Teams derzeit nicht den nötigen Druck entwickeln können, um die gegnerische Abwehr in Verlegenheit zu bringen. So blieben über die gesamten 90. Spielminuten Strafraumszenen eher Mangelware. Unter dem Strich hatte aber Karbachs Torhüter Florian Bauer doch einiges mehr zu tun, als sein Gegenüber. Bauer hatte mit einigen Paraden seinen Anteil daran, dass es am Ende 0:0 stand.

Zwei Szenen werden von diesem Spiel dennoch in Erinnerung bleiben: In der 32. Minute standen die Karbacher vor dem Strafraum der Gäste, der aufgerückte Lukas Klappert setzte zu einem Volleyschuss an. Doch Saarbrückens Andy Steis warf sich vehement mit gestrecktem Bein dazwischen und traf den Karbacher im Unterleib. Der konnte nach kurzer Behandlungspause weitermachen, doch den Saarbrücker traf es hart. Er sank zu Boden, verlor kurz das Bewusstsein und den medizinischen Helfern beider Vereine, die sich sofort um ihn kümmerten war, schnell klar, dass sich der Saar-Spieler das Schienbein gebrochen hatte. Mit einem Rettungswagen wurde er ins Krankenhaus gebracht, Steis wird seinem Team wohl über Monate fehlen.

Die zweite Szene ereignete sich in der zweiten Halbzeit. Nach langem Pass aus der eigenen Hälfte lief der Saarbrücker Alexander Schmieden allein auf Florian Bauer zu und versuchte, denn Ball über den herauseilenden Torhüter zu lupfen. Das gelang auch, aber das Leder landete genau auf der Querlatte, den Abpraller konnten die Karbacher dann klären. Wäre in dieser Szene die Führung für Saarbrücken gefallen, hätte es das „goldene Tor“ des Tages werden können.

So blieb es bei Unentschieden, mit dem beide Trainer dann doch zufrieden waren. Torsten Schmidt sah bei seinem Team weitere kleine Fortschritte und ist optimistisch, dass man in den verbleibenden neun Saisonspielen die nötigen Punkte gegen den Abstieg noch holen wird.

Nächste Gelegenheit dazu ist am 8. April in Ludwigshafen, dort trifft man um 14.30 Uhr auf die Arminia, die als Tabellenvorletzter sicher auch um jeden Ball kämpfen wird.

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