Punkteteilung zwischen Karbach und Engers

Hunsrück/Nahe. Die Ausgangssituation für das Spiel des FC Karbach gegen den FV Engers war klar. Beide Vereine brauchen dringend Punkte, um sich vom Tabellenkeller entfernen zu können. Entsprechend konnten sie sich in der Offensive nicht verstecken, durften aber auch in der Abwehr nicht zu offenstehen.

Von Arno Boes.

Deshalb tasteten sich die Teams in den ersten 15 Minuten erstmal ab, Chancen ergaben sich kaum. Karbach versuchte mit Kombinationen durch die Gästeabwehr zu kommen, die stand aber gut. Engers wirkte bei der Balleroberung und in den Zweikämpfen etwas frischer, konnte daraus aber auch keine entscheidenden Vorteile ziehen. Somit war es fast selbstverständlich, dass aus einem der insgesamt 14 Eckbälle der ersten Halbzeit (9 Karbach, 5 Engers) der Führungstreffer für die Hunsrücker resultierte. Einen gut von Mathias Fischer hereingegebenen Ball konnte Tim Hulsey fast freistehend mit dem Kopf ins Tor zur 1:0-Führung setzen.

Bot die erste Halbzeit den gut 300 Zuschauern wenig Spannung, sollte sich das im zweiten Durchgang ändern. Erst machte Engers in der 59. Minute nach einem schnellen Konter den Ausgleich, drei Minuten (62.) später gingen sie sogar in Führung. „Wir haben da dem Gegner das Toreschiessen zu leicht gemacht“, kommentierte später Trainer Torsten Schmidt diese Phase. Das Spiel drohte zu Ungunsten der Karbacher zu kippen, aber mit dem Ausgleich in der 64. Minute zum 2:2 konnte der Ex-FVler Armin Jusifi das verhindern. Beide Mannschaften wollten aber die drei Punkte und in der 78. Minute war Engers mit seinem 2:3 nach einem unglücklich abgefälschten Schuss auch nahe dran. Torsten Schmidt brachte den Langzeitverletzten Tobias Jakobs für die letzten zehn Minuten. „Eigentlich noch zu früh, aber ich musste alles auf eine Karte setzen“, so Schmidt. Es sollte sich auszahlen, zwei Minuten vor Spielende wurde Jakobs nach guter Einzelaktion im Strafraum gelegt, Enrico Köppen verwandelte den Strafstoß zum 3:3-Ausgleich. Fast wäre dem Karbacher Torjäger in der Nachspielzeit noch der Siegtreffer gelungen, doch der wurde wegen einer knappen Abseitsstellung nicht anerkannt.

„Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, auch wenn ein Sieg möglich gewesen wäre. Wir waren das aktivere Team und sind zweimal nach Rückstand gut zurückgekommen. Aber die Fehler in der Defensive haben uns auch gezeigt, dass wir noch viel arbeiten müssen in den kommenden Wochen“, fasste Torsten Schmidt am Ende die Partie zusammen.

Am Mittwoch (16. Oktober, 19.30 Uhr) steht zunächst das Rheinlandpokalspiel bei der SG Weitefeld im Westerwald an. „Wir wollen in das Viertelfinale“, setzte FC-Präsident Daniel Bernd als Ziel fest, wobei er aber auch die Aufgabe beim Bezirksligisten nicht unterschätzt. Am kommenden Samstag (19. Oktober) geht es dann nach Pfeddersheim, um 15.30 Uhr wird das Spiel beim Tabellenzwölften angepfiffen. Karbach blieb vorerst auf Platz 14, muss aber weiterhin sehen, dass man den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle nicht verliert.

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