DGB kritisiert Landrat Schneider

Missstände im Schienennahverkehr

Idar-Oberstein Stadt. DGB Kreisverband Birkenfeld und Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft Nahe-Hunsrück kritisieren die Missstände im Schienenverkehr im Landkreis Birkenfeld - beonders Landrat Schneider werfen sie Untätigkeit vor.

Bereits im Sommer 2019 habr sich der DGB-Kreisverband Birkenfeld und die Eisenbahn- und
Verkehrsgewerkschaft Nahe-Hunsrück mit einem „Brandbrief“ an Landrat Dr. Schneider
gewandt, vor einer Verschlechterung des Zugverkehrs gewarnt und mit einem Fünf-Punkte Vorschlag zur Verbesserung der Situation geworben. Wie schon vermutet und im „Brandbrief“ prognostiziert, stelle sich nun heraus, dass sich durch den Fahrplanwechsel seit Mitte Dezember die Situation für Pendler weiter verschlechtert hat. Die Gründe sind zu wenig Personal und zu wenig Fahrzeuge.

"Untätigkeit der lokalen Politik"


Auf Unverständnis stößt die Untätigkeit der lokalen Politik, besonders des Landrates, der
den Landkreis Birkenfeld mit einem Sitz in der Verbandsversammlung im „Zweckverband
Schienenpersonennahverkehr (ZSPV) Rheinland-Pfalz Süd“, vertrete. Konkret: Die Strecke Idar-Oberstein – Baumholder wird nur noch alle zwei Stunden angefahren. Das sei für die im Dezember 2014 reaktivierte Strecke nicht hinnehmbar. Dadurch würde diese unattraktiv. Für die Zugverbindung nach Saarbrücken gebe es von Baumholder leider keine Direktverbindung oder keine attraktive, relativ nahtlose Umsteigemöglichkeit, so dass die Zugfahrt von Baumholder nach Saarbrücken zwei Stunden dauere.

"Zumutung für Pendler und Arbeitnehmer"

„Wir brauchen einen leistungsstarken Schienenpersonenverkehr, der verlässlich und mit stündlicher Taktung die Strecken bedient, um eine nachhaltige und umweltverträgliche Verkehrswende
einzuleiten, auch bei uns im Landkreis Birkenfeld“, fordert der DGB-Kreisverbandsvorsitzende
Stefan Worst. "Wie vermutet, hat Vlexx im Saarland nicht genügend Personal
gefunden, so dass das Auswirkungen besonders im Bereich Baumholder, aber auch auf die
Nahestrecke mit Zugausfällen und einem schlechteren Takt für die Pendler zu spüren sind.
Selbst die entfernte Linie „Kaiserslautern – Koblenz“ verbucht Zugausfälle, die auf die Betriebsaufnahme im Saarland zurückzuführen sind, da von dort Personal abgezogen wird und im Saarland zum Einsatz kommt“, berichtet Albert Barthen, Pressesprecher der EVG
Nahe-Hunsrück. „Die Fahrpläne sind bis mindestens Juni 2020 ausgedünnt. „Das ist eine
Zumutung für Pendler und besonders für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die auf die
Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und enge Taktung angewiesen sind“, führt Barthen weiter
aus.
„Wir solidarisieren uns mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Vlexx, die den
Frust der Fahrgäste abbekommen und auf deren Rücken eine verfehlte Privatisierung der
Bahn ausgetragen wird“, erklärt Stefan Worst abschließend.

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