Idar-Obersteiner IS-Anhängerin bald wieder in Deutschland?

28-Jährige soll aus Türkei abgeschoben werden

Idar-Oberstein Stadt. 2014 sorgte der Fall schon für Schlagzeilen: damals war eine junge Frau, die zeitweise in Idar-Oberstein lebte, über die Türkei nach Syrien ausgereist, um sich dem IS anzuschließen. Nun soll sie offenbar wieder nach Deutschland abgeschoben werden.

Lisa R. hatte sich vor fünf Jahren Mitgliedern einer somalischen Familie angeschlossen, die auch in der Schmuckstadt wohnten, berichtet der SWR. Ein Mann aus diesem Verbund hatte die Konvertitin geheiratet. Er soll bereits 2015 in Syrien ums Leben gekommen sein. Lisa R. gehörte wohl aber nicht zu der Gruppe, die vorigen Monat aus einem nordsyrischen Lager floh. Laut dem Sender ermittelt die Bundesanwaltschaft wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat, jedoch liege kein Haftbefehl vor. Zudem habe das Innenministerium derzeit keine konkreten Informationen zu unmittelbar bevorstehenden Ausweisungen, allerdings würden alle notwendigen und zulässigen Maßnahmen zur Minimierung von Gefahren erfriffen.

Drei Kinder in Syrien geboren

Die heute 28-Jährige sitze in Auslieferungshaft, hätten türkische Behördern gegenüber deutschen Diplomaten verlauten lassen. Allerdings könnte der Transfer noch einige Wochen dauern, da die Frau drei junge Kinder hat, die in Syrien geboren wurden. Daher müsse zunächst deren Identität/Staatsangehörigkeit geklärt werden.

Weitere IS-Anhänger werden ausgeflogen

Wie der Spiegel berichtete, will die Türkei in dieser Woche neun weitere mutmaßliche IS-Anhänger in die Bundesrepublik abschieben.

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