Tankstellen-Mord: Merkel spricht Angehörigen Mitgefühl aus

"Querdenker feiern menschenverachtende Tat im Netz"

Idar-Oberstein Stadt. Die schier unglaubliche und schreckliche Tat in einer Tankstelle in Idar-Oberstein, bei der ein 20-Jähriger erschossen wurde, schockiert auch in Berlin. Ein junger Mann, der seinen Dienst am Samstagabend in der Tankstelle verrichtete, ermahnte einen Kunden, die Mund-Nasen-Maske zu tragen. Es kam zu einer Auseinandersetzung, der Kunde kam kurze Zeit später zurück und erschoss den jungen Mann. Der Grund: Ablehnung der Corona-Regeln, radikalisiert. Und im Internet feiern so genannte Querdenker und Radikale diese menschenverachtende Tat.

Im heutigen Kabinettsfrühstück der Unionsminister mit Bundeskanzlerin Angela Merkel berichtete Bundesministerin Julia Klöckner von der Tat in ihrem Wahlkreis. Die Bundeskanzlerin selbst war gut informiert, auch darüber, welche Folgen diese Tat im Internet und bei Extremisten nun auslöse. Angela Merkel sprach der Familie ihr Mitgefühl aus, alle Unionsminister versicherten, dass Radikale nicht die Stimmung in der Gesellschaft anheizen und Menschen verängstigt werden dürften. Die Kanzlerin bat Julia Klöckner, auch den Dank an die Einsatz- und Rettungskräfte mitzunehmen. Es sei wichtig gewesen, dass der Täter schnell gefasst werden konnte. Alle sprachen ihr tiefes Mitgefühl für die Familie des Opfers und die Stadt Idar-Oberstein aus.

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