Wieviel Geld haben Sie?

Pro-Kopf-Einkommen im unteren Drittel

Idar-Oberstein Stadt. Dass die meisten Menschen der Region nicht gerade im Geld schwimmen, ist klar. Doch wieviel können wir eigentlich für unseren Konsum ausgeben?

Das Statistische Bundesamt ermittelt regelmäßig das zur Verfügung stehende Pro-Kopf-Einkommen der Haushalte in der Republik. Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung hat dies in einer Studie zusammengefasst.  Dabei rangieren die Kreise Birkenfeld und Bad Kreuznach im unteren Drittel. Als verfügbares Einkommen wird das Geld bezeichnet, dass für Konsum oder Ersparnis verwendet werden kann. Demnach haben die Menschen im Kreis Birkenfeld 21 504 Euro pro Jahr zur Verfügung, die Bad Kreuznacher 21 680. Diese Zahlen sind in etwa gleich mit denen der Kölner (21 608) oder Frankfurter (21 690).

Reiche wohnen in Süddeutschland


Wesentlich schlechter sieht es in vielen Ruhrgebietsmetropolen aus. Während der Duisburger im Schnitt 16 881 Euro ausgeben oder auf die hohe Kante legen kann, geht es dem Gelsenkirchener mit 16203 Euro noch schlechter. Kaum eine Überraschung: Die reichsten Menschen wohnen in Süddeutschland.
An der Spitze liegt Starnberg mit einem verfügbaren Einkommen von 34 987 Euro. Das ist allerdings ein absoluter Spitzenwert, der von anderen Kreisen nicht annähernd erreicht werden kann. So hat ein Münchener im Vergleich 29 685 Euro zur Verfügung, ein Düsseldorfer wider Erwarten »nur« 24 882 Euro.
In NRW hat sich der Kreis Olpe nach vorne gepowert, hier können die Bürger 27 132 Euro ausgeben oder sparen. Spitzenreiter in Rheinland-Pfalz ist Bad Dürkheim (25 615), Schlusslicht ist Kusel (20 564), gefolgt von Kaiserslautern (20 931).

Im Osten eher Einkommensschwache


Ein weißer Fleck auf der Landkarte der Böckler-Stiftung ist Ostdeutschland. Hier liegen die Werte überwiegend unter 20 000 Euro.  Selbst boomende Städte wir Leipzig kommen auf nur 20 438 Euro.
Am besten situiert in den neuen Bundesländern sind die Menschen im Kreis Potsdam-Mittelmark, sie haben 21 746 Euro zur freien Verfügung, also ähnlich viel - oder wenig - wie die Bürger in den Landkreisen Birkenfeld/Nahe und Bad Kreuznach, aber wesentlich mehr als ihre Berliner Nachbarn, die nur 19 719 Euro auf den Kopf hauen können.

Kommentar

Ich weiß, ich mag etwas altmodisch sein, aber in meinem Leben habe ich vielleicht dreimal etwas im Internet gekauft. Da werden die jungen Leute mit dem Kopf schütteln. Das macht mir nichts, denn ich genieße lieber das Einkaufserlebnis in unseren Innenstädten. Fühlen, schmecken, riechen, anfassen, anprobieren, Service und nette Gespräche sind für mich wichtig. Die meisten Menschen unter 30 verbinden damit kein Shoppingerlebnis und bestellen im Netz. Schade, das macht die Innenstädte weiter kaputt.

Klaus Desinger

 

 

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Krimineller somalischer Asylbewerber abgeschoben

Cochem. Die WochenSpiegel-Berichterstattung über einen straffälligen somalischen Asylbewerber, der nach seiner voraussichtlichen Haftentlassung im Juli 2021 dem Landkreis Cochem-Zell zugewiesen werden sollte, hatte für bundesweite Aufsehen gesorgt. Eine Abschiebung war seinerzeit aufgrund fehlender Rückreisedokumente, die durch die somalischen Behörden ausgestellt werden müssen, nicht möglich. Nun hat sich, so die Kreisverwaltung Cochem-Zell, die Chance ergeben, diesen Asylbewerber in sein Heimatland abzuschieben. Dies war nur im Rahmen eines Sonderfluges mit einer Kleinchartermaschine möglich. Das Flugzeug ist heute Morgen in Somalia gelandet und der Betreffende ist auch dort eingereist. Diese Maßnahme wurde von der Bundespolizei geplant und durchgeführt. Alle anderen im Vorfeld erforderlichen Planungen der Rückführung erfolgten in enger Zusammenarbeit insbesondere mit der Zentralstelle für Rückführungsfragen in Trier. Durch eine Einreise in Somalia ist das bisherige Asylverfahren beendet. Damit hat sich auch die Zuweisung des Asylbewerbers zum Landkreis Cochem-Zell erledigt. Sollte zu einem späteren Zeitpunkt eine erneute illegale Einreise dieser Person und möglicherweise eine Zuweisung in den Landkreis Cochem-Zell erfolgen, wird der Landkreis diese Zuweisung verweigern. Nach der aktuellen Rechtslage ist die Kreisverwaltung für die Abschiebekosten zuständig. Derzeit befinden wir uns jedoch mit dem Land und dem Bund in Gesprächen, dass hier eine teilweise oder komplette Kostenübernahme erfolgt.  Für die Kreisverwaltung stand allerdings zu jeder Zeit fest, dass der Schutz der Bevölkerung vor Ort oberste Priorität hat und selbstverständlich in der Abwägung wichtiger als die Höhe der Abschiebekosten ist. Die WochenSpiegel-Berichterstattung über einen straffälligen somalischen Asylbewerber, der nach seiner voraussichtlichen Haftentlassung im Juli 2021 dem Landkreis Cochem-Zell zugewiesen werden sollte, hatte für bundesweite Aufsehen gesorgt. Eine…

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