Bürgerbeteiligung beginnt bei den Jüngsten

Kastellaun. Kinder und Jugendliche der Ortsgemeinde Kappel machten sich drei Tage lang Gedanken über die Zukunft in ihrer Gemeinde. Sie durften nicht nur meckern und kritisieren. Ihre Träume und Wünsche waren ebenso gefragt. Doch sollte keine "To-Do und Wunschliste" an den Gemeinderat das Ergebnis sein. Vielmehr mussten sie auswählen, welche Ideen und Anliegen sie zuerst umsetzen wollen. Hierfür haben sie jeweils ihre ersten Überlegungen getroffen.

In den nächsten Wochen wird es weitere Treffen in den verschiedenen Gruppen geben, um die Projekte weiter auszuarbeiten und Wirklichkeit werden zu lassen. Uli Bauer, erster Beigeordneter der Gemeinde, freute sich, dass nicht nur viele Anregungen sondern auch konkrete Umsetzungsmöglichkeiten erarbeitet wurden.

Abenteuerspielplatz soll entstehen

"Wir können hieraus viel für die gesamte Gemeinde mitnehmen", so Bauer. Die Kinder und Jugendlichen haben bei ihren Überlegungen auch die Gemeinschaft im Dorf im Blick. Der Gemeindegarten soll die Generationen wieder zusammenbringen und Spaß bringen. Aber auch die Selbstversorgung im Dorf verbessern. Der gewünschte Abenteuerspielplatz und ein geplanter Kinderraum sollen auch Familien zusammenführen.

Platz für Skater

Für brachliegendes Gelände und Bauruinen haben sie auch neue Nutzungsmöglichkeiten angedacht. Hier hängen ihre Anliegen von den Plänen der Eigentümer ab. Aber auch den Möglichkeiten, miteinander Alternativen zur Umsetzung zu erarbeiten. So um eine Half-Pipe für Skater, Skateboarder und Biker aufzubauen. Natürlich brauchen die Kinder für ihre Projekte mehr Unterstützung der Erwachsenen als die Jugendlichen.

Den Moderatoren ist dabei wichtig, dass die Unterstützung gegeben wird, die eingefordert wird. Aber auch miteinander zu lernen, Ziele  zu verfolgen und konkrete Projekte umzusetzen. Hierzu braucht es häufig der Begleitung von außen.

Konflikte ansprechen und lösen

Daher steht der Gemeinde nicht nur der Verein Engagierte Bürger weiterhin mit seinen Moderatoren begleitend zur Seite. Auch Bernd Mauerhof von TreffMobil wird das Projekt Jugendraum und Jugendvertretung zusätzlich begleiten.   Die Kinder und Jugendlichen haben sich nicht gescheut, schwierige Anliegen und Konflikte anzusprechen. Sie aber auch lösen zu wollen.

Der Wunsch nach mehr Gemeinschaft und einem entsprechenden Umgang miteinander, ist für die Zukunftsfähigkeit des Dorfes für sie wesentlich. Dies brachten sie auch in ihrem Wappen der Jugend zum Ausdruck.

Die erwachsenen Bürger der Gemeinde erhalten im September die Möglichkeit, sich in einer mehrtägigen Bürgertagung mit ihren unterschiedlichen Sichtweisen, Ideen und Anliegen im Dorf auseinanderzusetzen. Weitere Informationen zur Bürgerbeteiligung über E-Mail info@engagierte-buerger.de  

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