Kirn: Gespräche um Krankenhaus-Zukunft werden beschleunigt

Kostendeckender Betrieb derzeit nicht möglich

Kirn Stadt. Die Höhe des Sicherstellungszuschlages für das Krankenhaus Kirn, bei der die Finanzierung der Patientenversorgung vor Ort durch die Stiftung kreuznacher diakonie zwischen dem Träger und den Krankenkassen diskutiert wird, bleibt weiter offen. Vorstand Dr. Dennis Göbel erklärt, nach dem Ende der Telefonkonferenz am Donnerstag: „Beide Seiten haben vereinbart, in den eigenen Reihen zu sondieren, inwieweit die noch ausstehenden Verhandlungen beschleunigt werden können.“

Wie bereits angekündigt, wurde diese Verhandlungen mit ohnehin anstehenden Budgetgesprächen gebündelt. Die nächsten Gespräche zum Sicherstellungszuschlag Kirn sind im Rahmen der Budgetverhandlungen für den Standort Simmern Ende des Monats geplant“, so Dr. Dennis Göbel. Zum Hintergrund: Ein kostendeckender Betrieb des Krankenhauses Kirn ist derzeit nicht möglich, obwohl Gutachten eines von der Diakonie beauftragten Wirtschaftsprüfers dem Träger bestätigt hat, hier wirtschaftlich zu arbeiten.

Kostendeckende Finanzierung sichern

Die Stiftung Kreuznacher Diakonie, die Bürgerinitiative zum Erhalt des Kirner Krankenhauses und das Mainzer Gesundheitsministerium sind sich im Grunde darüber einig, das Krankenhaus in Kirn erhalten zu wollen. Die Stiftung drängt darauf, die politische Zusage auch finanziell zu realisieren, um die kostendeckende Finanzierung des Krankenhauses nachhaltig zu sichern. Denn bislang werden die unverschuldet auflaufenden Defizite von der Stiftung geschultert. Unter dieser Prämisse werden deshalb Verhandlungen mit den Krankenkassen über die Höhe des zugesagten Sicherstellungszuschlag geführt.

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