Schlechte Auftragslage: Kurzarbeit bei Simona AG

Vorerst wohl keine Neueinstellungen mehr

Kirn Stadt. Auftragseingang im europäischen Halbzeuggeschäft geht aufgrund schlechter Chemie- und Maschinenbaukonjunktur zurück – Konzern hält an Jahreszielen fest

Die Umsatzeinbußen der wichtigsten Abnehmerbranchen Chemie und Maschinenbau haben in den letzten Wochen zu einem deutlichen Rückgang des Auftragseingangs im europäischen Halbzeuggeschäft von Simona geführt. Die Branchenverbände der beiden Schlüsselbranchen für dieses Geschäft gehen auch für das Gesamtjahr von einem Umsatz- und Produktionsrückgang aus. Das Unternehmen leitet daher ein Maßnahmenpaket zur Kostensenkung ein. Es umfasst Überstundenabbau und Kurzarbeit am Hauptsitz Kirn sowie die intensive Prüfung von Sachkosten und Neueinstellungen.

Kurzarbeit ab 5. September

Die Kurzarbeit startet am 5. September und ist bis zum 31. Dezember 2019 befristet. Mit dem Betriebsrat wurde kurzfristig eine entsprechende Betriebsvereinbarung geschlossen. Ausgenommen von der Kurzarbeit sind das Rohr- und Formteilgeschäft sowie die Produktbereiche Stab und Schweißdraht, die nach wie vor eine gute Auftragslage haben. Simona wird die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung der Kurzarbeit jeden Monat prüfen. „Wir können die derzeitige konjunkturelle Entwicklung nicht ändern, aber wir können frühzeitig mit geeigneten Maßnahmen zur Kostensenkung agieren. Gleichzeitig wollen wir die Belastungen für die Mitarbeitenden in Grenzen halten.

Vorstand will auf Teil vom Gehalt verzichten

Der Vorstand wird auch auf einen Teil seines Gehalts verzichten, die leitenden Angestellten werden wir ebenfalls darum bitten. Damit wollen wir ein Zeichen setzen. Auch während der Kurzarbeit sind wir am Nutzen für unsere Kunden ausgerichtet und entwickeln unser Produkt- sowie Serviceangebot kontinuierlich weiter. Wir hoffen, dass sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen im nächsten Jahr wieder verbessern und die Maßnahmen dann wieder aufgehoben werden können.“, so Matthias Schönberg, Vorsitzender des Vorstandes der SIMONA AG. „An unseren Umsatz- und Ertragszielen für das Geschäftsjahr 2019 im Gesamtkonzern halten wir aus heutiger Sicht fest. Die Auftragslage bei Rohren und Formteilen und auch in unseren US-amerikanischen Werken ist nach wie vor stabil. In Asien werden wir zwar unsere Umsatzziele nicht ganz erreichen, erwarten von dieser Region aber ein positives Ergebnis. Wir sind durch unseren konsequenten Internationalisierungskurs in der Lage, Rückgänge in einzelnen Regionen auszugleichen.“, so Schönberg weiter.

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