Bockenau: Betrunkener Fahrer verschanzt sich im Führerhaus

Bockenau. Nach einem Unfall unter Alkoholeinfluss wählte ein Lkw-Fahrer aus der Ukraine eine ungewöhnliche Methode, um sich dem Atemalkoholtest durch herbeigerufene Polizeibeamte zu entziehen: Er schloss sich kurzerhand im Führerhaus ein.

Der 44-Jährige Ukrainer hatte mit seinem Sattelzug am Montagvormittag, gegen 10 Uhr, das Vordach eines Hauses in der Mainzer Straße in Bockenau gerammt. Obwohl er von dem Hausbesitzer auf den Schaden angesprochen wurde, fuhr der Unfallverursacher unbeeindruckt weiter. 

Kurze Zeit später trafen Polizeibeamte den 44-Jährigen auf einem Firmengelände in Bockenau an - und stellten während der Unfallaufnahme Alkoholgeruch bei dem Lkw-Fahrer fest.  Die Durchführung eines Atemalkoholtests verweigerte der ukrainische Fahrzeugführer und schloss sich schließlich in seinem Führerhaus ein. Weder die Polizeibeamten noch Fahrerkollegen konnten den Mann zum Aussteigen bewegen. Den eingesetzte Polizisten blieb nichts anderes übrig als eine Scheibe an der Zugmaschine einzuschlagen. Dem 44-Jährigen wurde eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein wurde sichergestellt. Die Rückfahrt des in Polen zugelassenen Lkw wird der Berufskraftfahrer auf dem Beifahrersitz erleben müssen.

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