BUGA-Idee vor fünf Jahren erfolgreich auf den Weg gebracht

Hunsrück/Nahe. Das Projekt BUGA 2029 im Oberen Mittelrheintal feiert ein erstes Jubiläum: Am 30. Mai 2020 ist es genau fünf Jahre her, dass Innenminister Roger Lewentz die Idee für eine Bundesgartenschau in der ganzen Welterbe-Region öffentlich bekanntgab. Seither hat das Projekt gute Fortschritte gemacht und viele weitere Ideen im Detail hervorgebracht.

Die BUGA-Idee ist von Beginn an in der ganzen Region mit einer positiven Grundstimmung sowie großen Erwartungshaltungen an die Entwicklung auf beiden Rheinseiten zwischen Koblenz und Bingen/Rüdesheim verknüpft, zeigte sich Minister Lewentz erfreut. Einen Widerspruch zum Welterbe-Titel sieht Lewentz dabei keineswegs: „Gerade die Anerkennung als Weltkulturerbe im Jahr 2002 war mit der Verpflichtung zur Weiterentwicklung verbunden. Die BUGA 2029 kann ein entscheidender Baustein zu werden, das Obere Mittelrheintal fit für die Zukunft machen. Das Projekt ist deshalb auch Bestandteil des von der UNESCO geforderten Managementplans, der zurzeit erstellt wird.“ Parallel zur BUGA, mit deren Budget von 108 Millionen Euro ins Mittelrheintal fließen, sollen Infrastrukturprojekte wie ÖPNV und schnelle Internetverbindungen vorangetrieben werden.

Nachdem Minister Lewentz im Mai 2015 die Idee vorgestellt hatte, bat der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal bereits im September darauf um eine Vorstudie, die die Voraussetzungen prüfen soll. Erstmals wehten bereits die blauen BUGA-Fahnen im Welterbetal. Mit der Koordination der Bewerbung wird daraufhin die Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz (EA) beauftragt. Es folgte eine Machbarkeitsstudie mit mehreren Bürgerbeteiligungen, die im November 2017 präsentiert wurde. Der Zweckverband entschied sich im April 2018 mit großer Mehrheit für die Bewerbung und im Mai 2018 gab die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft nach einer Bereisung den Zuschlag für 2029.

Ein weiterer Meilenstein die Gründung der BUGA Welterbe Oberes Mittelrheintal 2029 gGmbH am 2. Juli 2019. Gesellschafter der BUGA gGmbH sind der Zweckverband Welterbe Oberes Mittelrheintal (ZV) mit zwei Dritteln und die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) mit einem Drittel Anteil. Die
Entwicklungsagentur Rheinland-Pfalz e.V. führt zunächst die Geschäfte und koordiniert zahlreiche Projekte zur Vorbereitung. Die Durchführungs-Geschäftsführung soll 2021 starten. Bis dahin steht EA-Vorstand Rainer Zeimentz als Interimsgeschäftsführer den Kommunen beratend zur Seite.

BUGA 2029: Zahlreiche Projekte, um Durchführungsphase vorzubereiten

Derzeit laufen unter Federführung der Entwicklungsagentur zahlreiche Projekte, um die spätere Durchführungsphase vorzubereiten. Einige Beispiele: Die von den Kommunen vorgeschlagenen Veranstaltungsflächen werden vom Büro RMP Lenzen, das maßgeblich an der Machbarkeitsstudie 2017 beteiligt war, weiter überprüft und eingeordnet. Zu neuen Mobilitätsformen in der BUGA-Region gab es bereits mehrere Workshops. Ein modellhaftes BUGA-Tourismusstruktur-Modell wurde in Zusammenarbeit mit der ift Tourismusberatung am Beispiel der Verbandsgemeinde Loreley erstellt. Mit regionalen Bauträgern im Hinblick auf Bahn, Straße und Wasser gab es bereits mehrere Abstimmungsgespräche.

Im Frühjahr 2019 hatte das Innenministerium eine Vorstudie präsentiert, die zeigt, welche Entwicklungspotenziale in den 39 Burgen aus unterschiedlichen Epochen im Welterbegebiet stecken – insbesondere im Hinblick auf die Burggärten. Im Auftrag des Innenministeriums hat die Entwicklungsagentur dazu eine tiefergehende Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die 2020 fertiggestellt werden soll.

Im Dezember 2019 wurde Staatssekretärin Nicole Steingaß auf Beschluss des Ministerrates zur Beauftragten der Landesregierung für die BUGA 2029 ernannt. Sie begleitet die Aktivitäten und Planungen aller Beteiligten aus Landessicht und hat die Koordinierung zwischen den Ressorts der Landesregierung und mit dem Nachbarland Hessen übernommen.

Weitere Infos und die Machbarkeitsstudie zum Download gibt es unter: www.buga2029.blog

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