64 Kilometer Weihnachtsbaum im Rhein-Hunsrück-Kreis

Simmern. O Tannenbaum: Rund 39 140 Weihnachtsbäume werden zum Fest in den Wohnzimmern im Rhein-Hunsrück-Kreis stehen. Diese "Weihnachtsstatistik" hat jetzt die Forst-Gewerkschaft errechnet.

Dabei geht die IG Bauen-Agrar-Umwelt Koblenz-Bad Kreuznach davon aus, dass für rund 90 Prozent aller Haushalte der Tannenbaum zur Tradition gehört. "Bei einer durchschnittlichen Länge von 1,63 Meter pro Christbaum würden damit allein im Rhein-Hunsrück-Kreis rund 64 Kilometer Weihnachtsbaum aufgestellt ? Baum für Baum hintereinandergelegt, versteht sich", sagt Dieter Kullmann.

Der Vorsitzende des IG BAU-Bezirks Koblenz-Bad Kreuznach rät den "Last-Minute-Baumkäufern", eher auf Qualität und weniger auf die "perfekte Optik" zu achten. "Alle wollen einen Weihnachtsbaum, der nicht sticht und möglichst wenig nadelt. Dann soll er auch noch kerzengerade gewachsen sein. Und er darf nicht viel kosten", so bringt Kullmann den "Wunschbaum" auf den Punkt.

Dabei könne eine heimische Fichte, Tanne oder Kiefer auch "natürlichen Charme" haben. "Wer den sucht, kann einfach einmal beim nächsten Forstamt nachfragen. Denn viele Tannenbäume wachsen auf kleinen Flächen, welche die Forstämter mit bewirtschaften ? rund um Strommasten und Leitungstrassen", so Kullmann. Beim Kauf am Weihnachtsbaumstand sei es für das eigene Gewissen und für die Umwelt gut, auf ein Öko-Siegel wie FSC, Naturland oder Bioland zu achten.

Insgesamt erwartet die Forst-Gewerkschaft eine sogar leicht steigende Weihnachtsbaum-Nachfrage: "Mehr Single-Haushalte und der ?Trend zur Zweittanne' lassen den Baum boomen", sagt  Kullmann. Zudem sorgten auch Hotels, Gaststätten und Unternehmen für eine gute Nachfrage beim "Naturprodukt Weihnachtsbaum". Für harte, "unnatürliche Konkurrenz" sorge lediglich der Plastikbaum.

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