Fachtagung Jüdische Friedhöfe

Simmern. Die Verbesserung des Zustands jüdischer Friedhöfe steht im Mittelpunkt einer landesweiten Fachtagung im Schloss in Simmern am Donnerstag, 18. Oktober.

Die Landesarbeitsgemeinschaft der Gedenkstätten und Erinnerungsinitiativen zur NS-Zeit (LAG) veranstaltet am Donnerstag, 18. Oktober, ab 10 Uhr  eine landesweite Fachtagung im Schloss in Simmern ein.

Im Mittelpunkt steht die Verbesserung des Zustands der jüdischen Friedhöfe in Rheinland-Pfalz. Vielerorts sind die jüdischen Friedhöfe die einzigen existierenden Zeugnisse der wechselvollen deutsch-jüdischen Kultur. Eine Vielzahl der 389 jüdischen Friedhöfe wird unzureichend oder nicht sach- und fachgerecht gepflegt. Die LAG erinnert mit ihren 47 Organisationen an die jüdische Verfolgung und das Erbe. Sie stellt immer wieder fest, dass nicht alle jüdischen Friedhöfe als Denkmal aufgeführt sind und entsprechende Beachtung finden. So bemerkt die LAG Umnutzungen, Zerstörungen und Auseinandersetzungen der Ruhestätten.

Diese Erinnerungs- und Mahnorte werden aus denkmalpflegerischer und religiöser Sicht beleuchtet. Referenten sind unter anderem Dr. Peter Waldmann, Vorsitzender des Landesverbandes der jüdischen Gemeinden und Dr. Glatz, Landeskonservator. Abschluss bildet der Besuch auf dem jüdischen Friedhof Simmern. Es wird keine Tagungsgebühr erhoben.

Anmeldungen sind bis zum 12. Oktober über Christof Pies, Hasselbacher Straße 16 in   56288 Kastellaun und per E-Mail cpies@rz-online.de möglich.

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