Mobile Historie auf vier Rädern

Hunsrück/Nahe. Knapp 80 Teams sind am vergangenen Samstag, 15. Juni, wieder der Einladung des Hunsrück-Auto-Club Simmern gefolgt und trafen ab 7.30 Uhr am Schlossplatz in Simmern zur 9. Schinderhannes-Classic ein. Dieses Mal führte die Strecke über den Soonwald ins Nahe-Land.

Der neue Startort in Simmern wurde wegen der Einbindung der Veranstaltung in die Reihe „Simmern-Automobil, wie das Auto den Hunsrück eroberte“ gewählt und kam sehr gut an. Viele der Teilnehmer bewunderten sofort die von der Firma Dillig errichtete schicke Startrampe auf der Schlossstraße. Nach Papierabnahme und Fahrerbesprechung ging es kurz vor 10 Uhr zum Start.

Als erstes Fahrzeug durfte der Vorwagen mit der Nummer 001 auf die Rampe. Ein Stück Simmerner Rennsportgeschichte war an den früheren Heimatort zurückgekehrt. Der Steyr-Puch, eingesetzt von der Familie Trötzsch, der  Ende der 60er Jahre von Dr. Musäus aus Simmern für Rennsportfurore sorgte, ging als erstes auf die Strecke. Im Minutentakt folgten ihnen die anderen Teams. Für die Unterhaltung der Zuschauer sorgte der Fachkundige Moderator Joachim Ebertz, der auch das Publikum wunderbar mit in die Vorstellung einband.

Vorbei an der Nunkirche und durch Ravengiersburg galt es die Höhen des Soonwaldes zu erklimmen. Bei Simmertal änderte sich die Landschaft und es ging entlang der Nahe über Bad Sobernheim, Niederhausen, Waldböckelheim zur Mittagsrast nach Sponheim. Zwischendurch wurden die Teams in Meddersheim von der Soonwaldfee mit einem kleinen Weinpräsent von der Nahe begrüßt.

Wie es sich für eine ordentliche Oldtimerrallye gehört, stand aber nicht nur das sehen und gesehen werden auf dem Programm. Zwischendurch musste die sportliche Startgruppe ein paar Wertungsprüfungen, bei denen es um gleichmäßige Fahrweise ging, absolvieren. Die Aufgaben der touristischen Starter lagen darin, entlang der Strecke markante Punkte zu entdecken und die dazu gehörigen Fragen zu beantworten.

Frisch gestärkt vom Team des VFL Sponheim  führte die Route über Wallhausen, Windesheim zurück in den Soonwald. Die Teilnehmer waren begeistert von den abwechslungsreichen Strecken. Nach den sonnigen, weinbestockten Hügeln der Nahe folgten nach nur wenigen Kilometern die schattigen Wälder des Soonwaldes. Bei Ellern wurde die Landschaft wieder offener und in einer Schleife durch typische Hunsrückdörfer ginge es zurück nach Simmern.

Die ersten drei Plätze der sportlichen Ausfahrt gingen an: Stefan Fleck und Nele Fleck aus Lebach auf einem Alfa Romeo GTV 6, Martin Bonn und Rolf Pellini aus Mainz/Frankfurt auf Fiat 128 sowie Wolfgang Jung und Regine Jung aus Neunkirchen/Siegerland auf einem Opel Manta A.

Die Platzierten in der touristischen Wertung: Ulf Wilke und Petra Niebuhr aus Remagen auf Mercedes 230, Andreas Wehlen und Bianca Wehlen aus Waldorf auf VW Golf 1 und Franz-Peter Gilles und Noel Schönberg aus Landkern auf Mercedes 220S Coupé.

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