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Hier ist der heißeste Arbeitsplatz!

„Mir brennen die Füße" – Einer der heißesten Arbeitsplätze im Kirner Land, der neue Hochbehälter für 1,1 Millionen Euro
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Die fünf Arbeiter schaffen an dem vermutlich heißesten Tag des Jahres auf dem Dach des Hochbehälterneubaues nördlich von Oberhausen. Auf der 300 Quadratmeter großen Fläche gibt es nicht den Ansatz eines schattigen Ecks, es gibt dort oben nicht mal ein Eck. Die Sonne brennt auf die Arbeiter nieder. In der Gluthitze schweißen sie Bitumenplatten zusammen und arbeiten dabei mit Brennern, die  etwa 800 Grad haben. Einer schweißt in einer Ecke des Daches die nächsten Platten zusammen. Das Feuer erhitzt die ohnehin heiße Luft um ihn herum noch weiter, aus dem Spalt fließt ein Rinnsal flüssigen schwarzen Bitumens. Schwitzen beim Schweißen Der Boden auf dem Dach ist bereits mit Platten belegt, das Material ist so heiß, dass jeder Schritt in den schweren Arbeitsschuhen unangenehm ist. „Mir brennen die Füße“, ist zu hören. Der Hochbehälter wird mit 10 cm dickem Styroporplatten isoliert und dann mit 2 Lagen Bitumenbahnen abgedichtet. Wenn die 5 Arbeiter in 14 Tagen fertig sind, wird fast das gesamte Bauwerk mit Erde bedeckt werden. Der Hochbehälter, der rund 50 Meter östlich der alten Anlage entsteht, erschließt neue Dimensionen. 1 100 Kubikmeter unterteilen sich auf zwei innen jeweils 12,5 Meter Durchmesser "dicke" Kammern, versorgt werden die Gemeinden Oberhausen, Hennweiler, Hahnenbach, Heinzenberg, Hochstetten-Dhaun (Ortsteile Karlshof, St. Johannisberg und Dhaun) sowie der Stadtteil Kallenfels. 22 Hochbehälter Das Volumen des neuen HB beträgt 1.100 m³, der bisherige HB ist Baujahr 1954 und hat ein Volumen von 550 m³. In der Verbandsgemeinde Kirn-Land sichern 22 Hochbehälter mit einem Gesamtvolumen von 4 800 cbm die Versorgung mit Trinkwasser. Ein Leitungsverbundsystem ermöglicht die wechselseitige Versorgung im Bedarfsfall. Foto: Sebastian Schmitt