Klaus Desinger

Innovationspreis geht an Müller und Umwelt-Campus

Sien / Birkenfeld. Das rheinland-pfälzische Ministerium für Wirtschaft zeichnete die Firma Müller Präzisionswerkzeuge und den UCB aus
Bilder
Im Rahmen der Verleihung am 3. Juni in Koblenz erhielten die beiden Projektpartner durch die Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, Daniela Schmitt (FDP), die Anerkennung in der Kategorie "Kooperation".

Im Rahmen der Verleihung am 3. Juni in Koblenz erhielten die beiden Projektpartner durch die Ministerin für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, Daniela Schmitt (FDP), die Anerkennung in der Kategorie "Kooperation".

Foto: Agentur

Ausgezeichnet werden Unternehmen aus Rheinland-Pfalz, die innovative Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entwickeln, fertigen, einsetzen und vermarkten. Dieses Jahr erhalten die Müller Präzisionswerkzeuge GmbH aus Sien im Landkreis Birkenfeld und der Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier aus Hoppstädten-Weiersbach eine Anerkennung in der Kategorie "Kooperation". Prämiert wurde das gemeinsam entwickelte System zur robotergestützten Polierbearbeitung von Zerspanungswerkzeugen. "Wir kooperieren schon seit Längerem regelmäßig mit dem Umwelt-Campus Birkenfeld bei verschiedenen Projekten. Durch die räumliche Nähe ist da eine wirklich gute Partnerschaft entstanden. Bei dieser Entwicklung ging es uns vor allem darum, eine körperlich stark belastende Arbeit zu automatisieren und dadurch unsere Mitarbeiter zu entlasten", erklärt Mathias Schmidt, Geschäftsführender Gesellschafter von Müller. Das Unternehmen stellt spanende Werkzeuge her, die in verschiedenen Branchen zur Materialbearbeitung eingesetzt werden. Um die Qualität der Oberflächen zu steigern und die Standzeit der Werkzeuge damit zu erhöhen, können sie einem Micro-Finishing-Prozess unterzogen werden. Bei diesem Prozess wird die Oberfläche des Werkzeugs mit einem Polierstrahlverfahren verbessert. In einer Strahlkabine führt dazu ein Mitarbeitender manuell die Flächen des Werkzeugs, die behandelt werden sollen, an einem Polierstrahl entlang. Dieser manuelle Poliervorgang ist sehr monoton und körperlich anstrengend. Deshalb beschloss Müller, diesen Prozess zu automatisieren.