Robert Syska

Pläne für Ortsumgehung werden konkreter

Martinstein. Kaum ist die Ortsumgehung Hochstetten-Dhaun fertig, wird das nächste Projekt angestoßen: Die Umfahrung von Martinstein.

Bilder
Dieses Foto aus dem WochenSpiegel-Archiv stammt aus dem Jahr 2007. Schon damals wurde vehement eine Ortsumgehung gefordert. Diese könnte nun Wirklichkeit werden.

Dieses Foto aus dem WochenSpiegel-Archiv stammt aus dem Jahr 2007. Schon damals wurde vehement eine Ortsumgehung gefordert. Diese könnte nun Wirklichkeit werden.

Foto: Archiv

Dreck, Lärm, Abgase: Seit vielen Jahren fordern die Martinsteiner sowie Bürgerinitiativen eine Ortsumgehung. So soll die stark befahrene Bundesstraße 41, wie jetzt im Nachbarort Hochstetten-Dhaun geschehen, nicht mehr durch die Ortsmitte führen. Was lange währt, wird endlich gut? Mal sehen. Immerhin hat Verkehrsministerin Daniela Schmitt das Raumordnungsverfahren beantragt. Womit ein wichtiger Planungsschritt für die Ortsumgehung eingeleitet wurde.

Verfahren soll zügig umgesetzt werden

»Geplant und untersucht wird eine Südumgehung, die südlich von Martinstein verläuft«, erläutert die Ministerin. Die Umgehung würde den Ort vom Verkehr entlasten und somit die Lebensqualität der Bürger erhöhen. Bleibt jedoch abzuwarten, wie die Geschäftsleute das Vorhaben bewerten, denn in Hochstetten-Dhaun mussten wegen des fehlenden Verkehrs einige Einzelhändler aufgeben. Ministerin Schmitt ist indes zuversichtlich, dass das anstehende Verfahren nun zügig von den zuständigen Raumordnungsbehörden umgesetzt wird. Nach Abschluss des Verfahrens kann die Detailplanung der Ortsumgehung von Martinstein beginnen. Vorausgegangen war eine Überprüfung, ob die Maßnahme auch wirtschaftlich sei. Bei der Berechnung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses sei die Wirtschaftlichkeit nachgewiesen worden, heißt es aus dem Mainzer Ministerium. Die Ortsumgehung Martinstein ist im aktuellen Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen in den vordringlichen Bedarf eingestuft. Die Vorzugsvariante der Ortsumgehung beginnt westlich von Martinstein, an der bestehenden Anschlussstelle B 41 / B 421 bei Simmertal. Dann verläuft die neu geplante B 41 mit einer Talbrücke über die Bahnstrecke und die Nahe und umfährt die Ortslage Martinstein in südlicher Richtung. Im weiteren Verlauf quert die B 41 mit Hilfe von weiteren Talbrücken südöstlich von Martinstein die Nahe und die Bahnstrecke und bindet östlich an die vorhandene B 41 an. Die Vorzugsvariante wird mit einer Länge von rund 2.500 Metern geplant. Die Kosten werden derzeit auf rund 32 Millionen Euro geschätzt, die der Bund als Baulastträger übernimmt.

"Lebensqualität steigern"

Wesentliches Ziel einer Ortsumgehung von Martinstein ist die Herstellung einer leistungsfähigen Umgehungsstraße im Zuge der B 41, durch Herausnahme des Durchgangsverkehrs aus der Ortsdurchfahrt von Martinstein. Durch die Verlegung soll unter Berücksichtigung ökologischer und ökonomischer Aspekte sowohl eine Verbesserung der Verkehrs-, als auch der Lebensqualität erzielt werden, heißt es in einem Schreiben aus dem Mainzer Verkehrsministerium.