Klaus Desinger

Regionale Wirtschaft fordert mehr Tempo beim Ausbau der B41

Idar-Oberstein. Wirtschaftsvertreter fordern von der Politik einen zügigen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur des oberen Naheraums.
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Von links: Wolfgang Hey (Viscon), Christina Biehl (WFG BIR), Christina Schwardt (IHK IO), Hans-Jörg Platz (IHK Vizepräsident, Jörg Lindemann (Bundesverband Edelstein- und Diamantindustrie).

Von links: Wolfgang Hey (Viscon), Christina Biehl (WFG BIR), Christina Schwardt (IHK IO), Hans-Jörg Platz (IHK Vizepräsident, Jörg Lindemann (Bundesverband Edelstein- und Diamantindustrie).

Foto: IHK

Das ist das Ergebnis eines Treffens des IHK-Vizepräsidenten Hans-Jörg Platz, der IHK-Regionalgeschäftsführerin Christina Schwardt, dem Geschäftsführer des Bundesverbandes der Edelstein- und Diamantindustrie Jörg Lindemann, der Geschäftsführerin der WFG des Kreises Birkenfeld, Christina Biehl und Wolfgang Hey, Landrat a.D. und Sprecher der Verkehrsinitiative Viscon. Ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg von leistungsstarken Wirtschaftsstandorten im ländlichen Raum ist eine gute Verkehrsanbindung. Die B41 ist eine der Hauptverkehrsadern der Landkreise Birkenfeld und Bad Kreuznach, von deren Ausbau die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in der Region maßgeblich abhängt. "Auch vor dem Hintergrund der Entwicklung des BioTech-Valleys ist eine gute Verkehrsverbindung entlang der Achse Birkenfeld - Idar-Oberstein - Bad-Kreuznach essenziell, damit die einzelnen Standorte der Biotech-Industrie vernünftig miteinander vernetzt werden", so Christina Schwardt.

"Es stockt bei der Umgehung Martinstein"

Mehrere Ausbauprojekte entlang der B 41, wie die Ortsumgehung Hochstetten-Dhaun, wurden in der Vergangenheit bereits erfolgreich umgesetzt, allerdings stockt der Ausbau bei einem wichtigen Teilstück: der Ortsumgehung von Martinstein. Die Fortschritte in den vergangenen Jahren erkennen die Vertreter der Wirtschaft zwar an, bemängeln aber, dass zwischen jedem Bauabschnitt lange Zeiträume vergehen, bis sich wieder etwas bewegt. "Die Umgehung von Martinstein wurde schon vor 20 Jahren durch Bundesgesetz zum "Vordringlichen Bedarf" erklärt, dennoch ist erst kürzlich das Raumordnungsverfahren eingeleitet worden", erklärt Wolfgang Hey. Offen ist nach Ansicht der Gesprächsteilnehmer auch die Frage, wie die Verbindung zwischen den Umgehungen von Hochstetten und Martinstein unter gleichzeitiger Einbeziehung der Einmündung der aus dem Kellenbachtal kommenden B 421 an die B 41 erfolgen kann. Dieser Teilabschnitt müsste in die Planung der Umgehung Martinstein einbezogen werden oder parallel erfolgen. Die Vertreter der regionalen Wirtschaft fordern, dass die nächsten Schritte nun zügig von den zuständigen Raumordnungsbehörden umgesetzt werden und dass die Detailplanung der Ortsumgehung von Martinstein beginnen kann. Ausdrücklich begrüßt wurde die positive Entwicklung einer Autobahnanbindung des Raumes Baumholder. Im Rahmen des Treffens hatte der Sprecher der Verkehrsinitiative Viscon, Wolfgang Hey, über den aktuellen Stand der Verkehrsprojekte an der oberen Nahe informiert.


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