Sebastian Schmitt

Sogar Touristen aus Düsseldorf kommen zur Teufelshütte "in den Bergen"

Hennweiler. In nur zwei Jahren hat sich die Blockhütte am Teufelsfels zu einem wahren Touristenmagneten entwickelt.

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Teufelshütte bei Hennweiler.

Teufelshütte bei Hennweiler.

Foto: Sebastian Schmitt

Am Wochenende kamen drei Outdoor-Fans extra aus Düsseldorf nach Hennweiler, um bei bis zu minus 5 Grad auf der Teufelshütte zu schlafen. Sie könnte auch in einem Grimm'schen Märchenwald stehen: Die Teufelsfelshütte im Lützelsoon bei Hennweiler, die in diesen Tagen von einer Schicht pudrig-weißen Schnees bedeckt ist, hat etwas Magisches an sich. Ihre Existenz ist jedoch nicht auf Zauberei, sondern auf harte Arbeit zurückzuführen: Von März bis Dezember 2020 haben sich elf Männer jeden Samstag in ihrer Freizeit getroffen und die Hütte gemeinsam gebaut. Die Blockhütte soll Wanderern, die den Soonwaldsteig laufen, die Möglichkeit geben, dort zu rasten, sich vor einem Unwetter in Sicherheit zu bringen oder eben dort zu übernachten. Mittlerweile kommen aber Touristen nur wegen der Hütte nach Hennweiler. Am vergangenen Wochenende konnte Alfred Wendling vom Team der Hüttenbauer drei Touristen aus Düsseldorf auf der Teufelshütte begrüßen. Die drei Männer hatten im Internet von der Blockhütte in den "Bergen" gelesen. Sie parkten vorbildlich auf dem Wanderparkplatz an der Kreisstraße 5 zwischen Hennweiler und Bruschied. Dann verluden sie ihre Ausrüstung, Gaskocher, Schlafsack und Lampen auf mehrere Schlitten, die sie dann die 2,5 Kilometer zur Hütte zogen. "Wir kommen hierher, um ein richtiges Outdoor-Erlebnis unter wahren Freunden zu erleben. Mit richtigem Lagerfeuer, kalten Füßen und grandiosem Ausblick", freuten sich die drei, die den Hüttenbauern um Guido Dörr ein dickes Dankeschön ausrichten. Zu den drei Düsseldorfern kamen am Samstag alleine rund 50 Wanderer an die Hütte. Viele verewigen sich im Hüttenbuch, in dem man von eiskalten Übernachtungen im Winter genauso wie von Touristen aus ganz Deutschland und dem Ausland liest. Wer mit seiner Familie die Hütte besichtigen möchte, parkt am Wanderparkplatz der K5 direkt am Schützenhaus Hennweiler. Geübte Wanderer nehmen dagegen lieber den Wanderparkplatz Bruschied, der etwa 300 Meter hinter dem Ortsausgang Bruschied ebenfalls an der K5 in Richtung Hennweiler liegt


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