Bissfeste Lebensqualität

Die Herstellung von Zahnersatz verlangt ein genaues Auge und Akribie.
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Zahnersatz muss von echten Profis hergestellt werden

 

Ein ansteckendes Lächeln, so sagt man, sei der schönste Schmuck eines Menschen. Schade also, wenn sich Frauen oder Männer dieses Lächeln verkneifen möchten, weil ihre Zähne unansehnlich oder fehlerhaft sind. Gesunde Zähne sind aber weit mehr als Schmuck, sie bedeuten Freude am Essen und Genießen –und falls sie erkranken oder fehlen, kann es zu Infektionen kommen.

Der Bedarf an Zahnersatz ist deshalb hoch. Kronen und Inlays, aber auch kosmetische Stücke werden von qualifizierten Zahntechnikerinnen und Zahntechnikern gefertigt. Sie arbeiten Hand in Hand mit Zahnärzten und Kieferorthopäden und sorgen so für das Wohlbefinden der zahnärztlichen Patienten.

Zahntechniker haben einen spannenden Arbeitsalltag, der Medizin mit Handwerk und auch stilistischem Empfinden verbindet. Das Wissen über die Verarbeitung von Gold, Keramik, Kunststoffen, Dentallegierungen und weiteren Materialien ist eine wichtige Arbeitsgrundlage. Der Beruf verlangt ausgeprägte Fertigkeiten in der Feinmechanik und erfordert ein absolut präzises Arbeiten. Fundiertes Wissen in Material- und Werkstoffkunde sowie umfassende Kenntnisse in der Anatomie und Funktion des Kausystems bilden die Grundlage für einen anspruchsvollen und verantwortungsvollen Beruf.

Ausbildung mit Perspektive

Unauffällig: Zahnersatz wird farblich angepasst.
Foto: Jimmy Larkin/unsplash.com

Für Zahntechniker stehen viele Wege offen

 

Die Ausbildung dauert grundsätzlich dreieinhalb Jahre, kann jedoch bei Vorliegen entsprechender Voraussetzungen verkürzt werden. Rechtlich ist keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Betriebe überwiegend Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss ein.

Die  Ausbildung findet dual statt, also abwechselnd im Betrieb und in der Schule. Im zweiten Lehrjahr ist eine Zwischenprüfung zu absolvieren.

Ausgebildete Zahntechnikerinnen und Zahntechniker können die Meisterprüfung ablegen. Damit sind sie zur selbstständigen Ausübung des Zahntechniker Handwerks berechtigt und dürfen in diesem ausbilden.

Im Arbeitsalltag von Zahntechnikerinnen und Zahntechnikern wird es kaum einmal langweilig, da ständig neue Aufgaben und neue Techniken den Beruf prägen. Fort- und Weiterbildungen gehören deshalb immer dazu. Aus dem klassischen Handwerk ist inzwischen beispielsweise durch CADund CAM-Verfahren eine Tätigkeit geworden, die auch das Verständnis für digitale Verfahrensweisen beinhaltet.