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Jutta Kruft

Auf Gelände von Brohl Wellpappe kann bald Neues entstehen

: Innenminister Michael Ebling legt beim Abriss selbst Hand an.

: Innenminister Michael Ebling legt beim Abriss selbst Hand an.

Bild: Innenministerium RLP

Am ehemaligen Fabrikgelände der Firma Brohl Wellpappe haben die Abrissarbeiten begonnen. Innenminister Michael Ebling zeigte sich zufrieden, dass die Arbeiten nun beginnen konnten, um neuen Wohnraum zu schaffen. Nach einer öffentlichen Ausschreibung hat die Firma Riehm und Sohn aus Erftstadt (Nordrhein-Westfalen) den Auftrag zum Abriss der Gebäude ‚Halle Süd‘ und ‚Werkstatt‘ erhalten.
„Die Entwicklung auf dem Gelände von Brohl Wellpappe zielt darauf ab, Ersatzbauflächen zu schaffen und so dem Bedarf an Wohnraum, Dienstleistungen und öffentlicher Infrastruktur gerecht zu werden. Es soll eine ansprechende Wohnlage für jedes Alter entstehen. Der bevorstehende Abriss markiert den Auftakt für den Bau von Wohnungen, Straßen, Plätzen und Grünflächen. Wir sind zuversichtlich und freuen uns darauf, dass auf dem Gelände von Brohl Wellpappe Neues für die Zukunft entstehen kann“, sagte Innenminister Michael Ebling.
Nach der Flut im Ahrtal hatte die Eigentümerfamilie der Firma Brohl Wellpappe die Gewerbeflächen in Ahrbrück der Ortsgemeinde zum Kauf für einen symbolischen Euro angeboten. Im Rahmen des groß angelegten Konversionsprozesses wurde der Kaufvertrag am 13. Dezember 2022 notariell beurkundet. Es werden Flächen von rund 65.000 Quadratmeter nutzbar, wovon einzelne Grundstücke mit einer Gesamtfläche von etwa 10.000 Quadratmetern unbebaut und somit bereits kurzfristig aktivierbar sind. Ziel der Konversionsmaßnahme ist es, etwa 160 Wohneinheiten sowie Gewerbeflächen und Flächen für öffentliche Infrastruktur zu schaffen.
„Das Land fördert nicht nur die Abriss- und Ordnungsmaßnahmen mit etwa zwei Millionen Euro, sondern auch das laufende Konversionsmanagement mit 684.000 Euro. Das Land unterstützt die Orts- und die Verbandsgemeinde dabei kontinuierlich im Gesamtprozess“, betonte der Minister. In den kommenden Monaten soll ein Investorenverfahren durchgeführt werden, sodass möglichst 2024 die ersten Grundstücksoptionsverträge zur Bebauung von Teilen des Konversionsareals verhandelt werden können.
„Geplant ist, den Rahmenplan, der die wirtschaftlichen Interessen der Investoren, aber auch die städtebaulichen und sozialen Interessen der Ortsgemeinde beachtet, bis März 2024 zu erarbeiten und mit den zukünftigen Investoren abzustimmen. Der Rahmenplan soll die Grundlage für die Art der Bebauung sein. Der Bebauungsplan soll dann voraussichtlich im April 2024 stehen“, so der Minister zum aktuellen Planungsstand. Ebenfalls sei vorgesehen, eine Gestaltungsfibel für die Entwicklung des Gebietes zu erstellen.
„Wir sehen in der Maßnahme ein ambitioniertes Leuchtturm-Projekt für den Wiederaufbau im Ahrtal. Wir unterstützen die Ortsgemeinde finanziell, organisatorisch und fachlich“, so Ebling. Das Vorhaben wird in enger Kooperation zwischen dem Land, der Ortsgemeinde Ahrbrück und der Eigentümerfamilie umgesetzt, welcher der Minister nochmals dankte.

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