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Simone Wunder

Ein Klassenzimmer im Grünen

Ellenz-Poltersdorf. Die St. Sebastianus Grundschule Ellenz-Poltersdorf verlegte einen Vormittag lang den Unterrichtsort in den heimischen Forst der Ortsgemeinde.
Auf der Hunsrückseite hatte Ellenz-Poltersdorf eine große Waldfläche mit Fichtenbestand, die vor einigen Jahren einem Sturm zum Opfer gefallen war.
Nun nahmen die Kinder im Alter von fünf bis zehn Jahren schon zum zweiten Mal den Spaten zur Hand und bepflanzten die Fläche mit jungen Bäumchen. Die kleinen Eichen und Buchen stammen aus dem eigenen Forst. Diese wurden in der Vorwoche von Forstarbeitern aus dem eifelseitigen Gemeindewald entnommen und dürfen nun auf der gegenüberliegenden Moselseite wachsen und gedeihen.
Revierleiterin Elisabeth Blaue erklärte den Kindern anschaulich, welche Tiere in der Region den zarten Pflänzchen gefährlich werden können und wie man die jungen Triebe vor Verbiss schützen kann. Aufmerksam verfolgten die Kinder ihre Ausführungen und bestaunten die Geweihe, die als Anschauungsmaterial dienten.
Ortsbürgermeisterin Nicole Jobelius-Schausten freute sich: »Es ist eine tolle Erfahrung für die Kinder, die Fläche immer wieder aufzusuchen und zu beobachten, wie die Pflanzen aus dem Vorjahr durchgekommen sind. Sie sind motiviert und möchten weiter mit anpacken, um den Wald beim Wachsen zu unterstützen. Ich bin dankbar für diese tolle Kooperation und die wertvolle Anleitung durch unsere Revierleitung.«
Auf der Fläche herrschte geschäftiges Treiben. Jedes Kind durfte junge Pflanzen in die Erde bringen und diese markieren, damit anschließend eine Wuchshülle zum Schutz angebracht werden konnte. Auch hier setzte man auf Nachhaltigkeit: Die Wuchshüllen wurden aus etablierten Beständen entfernt, aufgesammelt und nun wiederverwendet.
Nach getaner Arbeit durfte natürlich auch die gemeinsame Pause nicht zu kurz kommen.

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