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Jutta Kruft

Wanderwoche des Eifelvereins Mayen in Bad Hofgastein

Die Wandergruppe im Gasteiner Nassfeld vor dem Hohen Sonnblick (3106 m).

Die Wandergruppe im Gasteiner Nassfeld vor dem Hohen Sonnblick (3106 m).

Bild: Walter Reis

Mayen. Die diesjährige Wanderwoche führte den Mayener Eifelverein nach Österreich, in den Nationalpark Hohe Tauern. Nach einer vergleichsweise entspannten Anreise mit der Bahn erreichte die Gruppe am Abend bei bestem Wetter den Kurort Bad Hofgastein im Land Salzburg. Gleich am nächsten Morgen stand ein erster Wanderhöhepunkt auf dem Programm. Der Gadaunerer Höhenweg bot mit einem Wechsel zwischen schattigen Waldabschnitten und sonnigen Passagen über frisch gemähte, duftende Wiesen, mit der abenteuerlichen Querung der Gadaunerer Schlucht, mit der klaren Sicht ins Tal und auf die umliegenden Berge und mit dem großen Wasserfall im Zentrum von Bad Gastein den Eifelvereinswanderern ein erstes nachhaltiges Erleben der Gasteiner Landschaft. Die Wanderungen an den Folgetagen ins Almgebiet des Gasteiner Nassfeldes, ins romantische Kötschachtal, ins Angertal mit der Knappenwelt, einem frühindustriellen Montanzentrum und durch die spektakuläre Schlucht des Gasteiner Wasserfalls direkt neben den tosenden Wassern festigten die ersten Eindrücke. Leider waren noch zahlreiche Spuren von den Starkregenereignissen der vergangenen Wochen festzustellen. Weggebrochene Wegabschnitte und Wegsperrungen wegen Aufräumungs- und Bergungsarbeiten nach Windbruch und Murenabgängen zwangen die Wandergruppe zu manch Programmänderung. Und das aktuelle Wetter, eine viertägige Hitzewelle mit Temperaturen über 30°C, forderte die Auswahl meist schattiger Waldwege. Das Thermalbad des Hotels bot aber beste Möglichkeiten zur abendlichen Erholung. Nicht zuletzt, weil wegen des schneereichen Winters auf den Bergwanderwegen in höheren Lagen noch zahlreiche Lawinenreste zu finden waren und der ÖAV vor großer Absturzgefahr auf den hartgefrorenen und oft steilen Schneeflächen warnte, eroberte die Eifelvereinsgruppe die Region des 2246 Meter hohen Stubnerkogels durch eine Fahrt mit der Seilbahn. Trotz der hohen Konzentration von Saharastaub in der Luft waren die umfassenden Aussichten in einer eigenartigen Stimmung ein schönes Erlebnis. Schließlich wurde eine Teilgruppe nach einer Wanderung auf dem Hofgasteiner Wasserfallweg zur Anna-Kapelle und von dort durch Bergwald hinauf zu dem auf 1450 Metern Höhe gelegenen Gräfinsitz, einem wunderbaren Aussichtspunkt, von 610 bewältigten Höhenmetern zu Gräfinnen und Grafen geadelt. Wieder zurück in Mayen kann die Eifelvereinsgruppe glücklich und vielleicht auch etwas nachdenklich auf eine erlebnisreiche, eindrucksvolle Woche zurückblicken.

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