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Legal, illegal, scheißegal

Manni kallt platt. Es gibt zwei Sorten Menschen in der Eifel, „der Mannsmensch“ und „das Fraumensch“. Seit jeher ist die Jagd auf letztere Leidenschaft der ersteren. Wer statt „Fraulöck“ vierbeinigen Schmaltieren nachstellt, braucht eine Legitimation, den „Jaachscheng“.

In der Eifel gibt es eine zweite Sorte Jäger, ohne Schein und Revier, die das Gesetz fälschlicherweise als „Wilddiebe“ bezeichnet. Als ob man etwas durch und durch Freies wie Wild „stehlen“ könnte. Das Wörtchen „legal“ wird wegen moralischer Irrelevanz in der Eifel eh anders bewertet: „legal?“, „illegal?“, „scheißegal!“

Man kann die einen Nimrode kaum von den anderen unterscheiden, beide jagen heimlich, im Dunkeln, aus dem Hinterhalt und in seltsamen Gewändern. Der Freischütz geht der früher verbreiteten Schlingenjagd („Ströppe“) auf Kaninchen („Kneng“) nach. Sie diente grundsätzlich dem Fleischerwerb, nicht der Trophäenjagd.

Andere Wilderer-Familien gingen mit Schusswaffen auf Pirsch. Vom „KK“ (5,6 mm) über „Flobert“ (Kaliber 9 mm) mit „Mösche-Stöpp“, einer Mini- Schrotladung auf Spatzen, und „Flente“ (Schrotgewehre), „Jewehre“ (Büchsen) und den „Drilling“ (Kugel- und Schrotkombination) bis hin zum Karabiner 98 K des auf Fronturlaub befindlichen Vaters während der Wildschwein-Plage des II. Weltkriegs. Da kam auch die Mauserpistole Kal. 7,63“ meines Opas Klöös von 14/18 wieder zu Ehren.

Diese Pistole mit Stahlmantelgeschossen von enormer Durchschlagskraft kam auch beim Schwarzschlachten zum Einsatz. Nachdem mein „Patt“ einen „Ladykiller“ (Damenpistole, 6,35 mm) auf die Stirnplatte einer alten Sau leergeschossen hatte, ohne dass deren Wohlbefinden beeinträchtigt worden wäre, holte mein Großvater seine Mauser aus dem hölzernen Halfter und feuerte: Die Kugel soll bei der Kopfsülze ein- und bei den Schinken wieder ausgetreten sein.

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Senioren-Sommertour des RSC Prüm

Prüm. Seit vielen Jahren unternehmen die Senioren des RSC Prüm Rennrad-Ausflüge in die näheren und weitere Umgebung. Nachdem die Grundlage bereits durch die Trainingsfahrten in der Frühjahrs-Trainingswoche gelegt und bei Mittwochstraining weiter aufgebaut ist, wird die jeweilige Sommertour geplant. Diesmal wurde als Austragungsort Bad Münstereifel ausgesucht. Wie das im RSC Prüm so üblich ist, verteilt man die Aufgaben auf mehrere Schultern. Einer sucht die Touren aus, ein anderer bucht das Hotel und fürs Navi ist auch ein Spezialist vorhanden. Diesmal starteten die Teilnehmer von Ihre jeweiligen Wohnorten zum Treffpunkt in Stadtkyll. Nach einer Tasse Kaffee führte von hier die Tour über eine schöne Route nach Bad Münstereifel. Diese Streckenlänge der Anreise war im Schnitt 75 km lang. Drei weitere Touren: eine von 87 km Heimbach- Nideggen- Zülpich, eine 92 km Scheuern- Rheinbach- Heimerzheim - Zülpich, und die Königsetappe mit 108 km über Effelsberg- Kreuzau- Altenahr- Remagen, Birresdorf, Rheinbach und jeweils zurück Hotel in Arloff. Die Königsetappe wurde von Roland Schüttler geführt, er ist vielen RSC-ler als exzellenter Radsportler und Giude bekannt. Insgesamt zählte der Höhenmesser nach 5 Tagen 3.470 HM an. Ohne große Zwischenfälle kamen alle Radsportler von den sehr schönen Touren nach Hause. Erste Planungen für die Senioren-Sommertour im nächsten Jahr sind schon in die Wege geleitet. Die Rückfahrt von nochml guten 68 km führte die Kollegen aus der Prümer Kante über Blankenheim. Und die aus Richtung Gerolstein wählten die Routenführung für die Heimreise über die Wasserscheide und das Ahrtal. Seit vielen Jahren unternehmen die Senioren des RSC Prüm Rennrad-Ausflüge in die näheren und weitere Umgebung. Nachdem die Grundlage bereits durch die Trainingsfahrten in der Frühjahrs-Trainingswoche gelegt und bei Mittwochstraining weiter…

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45. Biesdorfer Hauskirmes

Biesdorf. Wer geglaubt hat, die diesjährige Biesdorfer Hauskirmes würde wegen der jüngsten Überschwemmungen ins Wasser fallen, der hat die Tatkraft und den Zusammenhalt der Schulfamilie des Privaten St.-Josef-Gymnasiums unterschätzt. Am vergangenen Sonntag fand das Schulfest im üblichen Rahmen statt, einzig das Bistro wurde ins Refektorium verlegt, was der Atmosphäre aber keinen Abbruch tat. Zu Beginn der Feier zelebrierte Pater Norbert Maier eine Messe in der Klosterkirche. Der Pater ist Mitbruder der Missionare von der Heiligen Familie, die die Schule einst gegründet hatten. Chor und Orchester trugen zur besonderen Würde des Gottesdienstes bei. Nach der Messe wurde der zukünftige Abiturjahrgang 2027, die Fünftklässler des kommenden Schuljahres, begrüßt. In der Biergartenatmosphäre des Innenhofes konnten die zahlreichen Gäste sich im Anschluss bei einem reichhaltigen Angebot an Mittagessen stärken, untermalt von Auftritten des Orchesters und der Bigband. Ab 13 Uhr wurde es dann für die Kinder so richtig interessant: Die Kirmesstände öffneten und lockten mit vielen verschiedenen Spielen und Aktivitäten. Beim Dosenwerfen konnte man auf mit lustigen Lehrerfotos beklebte Dosen zielen, beim Fußball-Speedcheck die Geschwindigkeit des eigenen Schusses messen lassen oder den Flohmarkt und Bücherflohmarkt durchstöbern. Spannung boten am Abend die traditionelle Tombola und die Übertragung des Auftaktspiels der Deutschen Fußballnationalmannschaft bei der  Weltmeisterschaft. Auch wenn "die Mannschaft" dann doch nicht gewonnen hat - für Biesdorf war dieser Tag ein großer Gewinn. Der Zehnte des Gesamterlöses der Hauskirmes geht in diesem Jahr an ein Kinderschutzprojekt in Papua-Neuguinea, das dort von den Missionaren der Heiligen Familie betreut wird. Die Besitzer der folgenden Losnummern können ihre Gewinne abholen: Los 0891 rot Los 1904 rot Los 1839 grün Los 2969 grün Los 4645 grün Los 1212 blau Los 2290 blau Los 3005 blau Los 1088 gelb Los 1167 gelb Los 2329 gelb Los 3075 gelb Wer geglaubt hat, die diesjährige Biesdorfer Hauskirmes würde wegen der jüngsten Überschwemmungen ins Wasser fallen, der hat die Tatkraft und den Zusammenhalt der Schulfamilie des Privaten St.-Josef-Gymnasiums unterschätzt. Am vergangenen Sonntag…

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