Wie in Bayern oder Sachsen

Manni kallt platt. Der rheinische Dialekt kennt Wörter, die es in der Hochsprache nicht gibt, aber in Mundarten anderer Landstriche. So sagen außer uns auch die Pfälzer „Adschö“ für „Auf Wiedersehen“ oder auch „Tschö“ und „Tschüüs“ vom französischen „Adieu“.

„Jappen“ für gähnen heißt es außer am Rhein auch in den ost- und westniederdeutschen Mundarten, ebenso verhält es sich mit „Juckpulver“ für Hagebutten, „kick“ („kiek“) für gucken, „Pott“ für Kochtopf und „kloppe“(n) für dengeln. Das hiesige „Kulkopp“ für Kaulquappe ist dem thüringischen „Kulkopf“ verwandt.

Senf wird im ripuarisch-limburgischen, pfälzischen und westniederdeutschen Dialekt „Mostert“ genannt. „Seckomes“ für Ameise ist zumindest vom Sinn her eng verwandt mit „Petzemese“ (hessisch), „Pissmiere“ (ostniederdeutsch) und „Pissämse“ (sächsisch).

„Schwäejele“ (rheinisch) und „Schwefele“ (alemannisch) bezeichnen Streichhölzer (niederdeutsch „Schwefelsticken“). Nordeiflerisch „Buchpengk“ klingt im Sächsischen am ähnlichsten („Bauchpein“), während die Hessen bei gleichen Symptomen an „Bauchgrimmen“, die Thüringer an „Bauchpfitzen“ und die Niederdeutschen, Pfälzer, schwäbischen Alemannen, Franken und Bayern unter „Bauchweh“ leiden.

Die Nordeifeler „Bröhneissel“ (Brennnessel) ist der fränkischen „Brönnestel“ am nächsten. „Hipp“ heißt die weibliche Ziege (der Bock heißt „Hippebock“) außer an Urft und Erft auch in Sachsen, Thüringen und Franken. Die pfälzische „Imber“ (Himbeere) heißt ripuarisch „Ömber“.

Statt „Jött“ wie im Rheinland sagen die Bayern zur Patentante „Döt“ oder „Gotel“ (da heißt der „Patt“ „Göt“), die Schwaben „Gotebäs“ oder „Göti“ und die Pfälzer „Götel“. „Erbel“ heißen Erdbeeren auch in Thüringen, Hessen, Pfalz und Franken. Jeans nannte man bei uns früher „Texesbotz“, in Franken sagen sie „Cowboyhos“, die Pfälzer und Schwaben nennen sie nach dem Erfinder der blauen Leinenhose „Levis“.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.