Jutta Kruft

Arbeitslosigkeit sinkt saisonbedingt

Koblenz. Trotz Krisen ist der Arbeitsmarkt in und um Koblenz noch stabil.

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Der Arbeitsmarktbericht für Oktober.

Der Arbeitsmarktbericht für Oktober.

Foto: Agentur für Arbeit

Auch Ende Oktober verzeichnen die Statistiker der Agentur für Arbeit Koblenz-Mayen in und um Koblenz eine zwar saisonübliche, wenn auch weniger deutliche Entspannung am Arbeitsmarkt. In der Stadt Koblenz ging die Zahl der Arbeitslosen um 136 auf 3.560 zurück. Im Vorjahr waren 29 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,2 auf 5,7 Prozent. Sie liegt damit gleichauf mit dem Vorjahreswert. Auch im Kreis Mayen-Koblenz sank die Zahl gegenüber dem Vormonat um 68 auf 3.710. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie jedoch um 403 gestiegen. Die Arbeitslosenquote verbleibt bei 3,2 Prozent, liegt aber um 0,4 Prozentpunkte höher als im Oktober 2021. Es gebe also keinen Grund, in Panik zu verfallen, erklärt Thomas Becker, stellvertretender Leiter der Arbeitsagentur. "Aber entspannt zurücklehnen können wir uns auch nicht. Wir sind nun mal seit Monaten mit Krisen konfrontiert, die unleugbar auch Risiken für den regionalen Arbeitsmarkt mit sich bringen." Zwar sei es erfreulich, dass die Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach wie vor den üblichen saisonalen Schwankungen folge, allerdings falle die Entspannung hier und teilweise auch in den Nachbarregionen verhaltener aus, als in den Jahren zuvor.

Kein Grund zur Schwarzmalerei

Andererseits gebe es derzeit auch keinen Grund zur Schwarzmalerei, betont Becker mit Blick auf die Entwicklung auf dem Stellenmarkt. "Obwohl allen Arbeitgebern die aktuellen Risiken bewusst sind, die Ukrainekrieg und Energiekrise, aber auch Rohstoffmangel und Lieferschwierigkeiten mit sich bringen, werden immer noch viele offene Stellen gemeldet." In Koblenz waren es im Oktober 255, im Kreis Mayen-Koblenz 189. Insgesamt liegen dem Arbeitgeberservice der Agentur damit 3.695 Stellenangebote aus der Stadt und dem Kreisgebiet vor. Das sind 300 mehr als im Jahr zuvor. "Insgesamt präsentiert der Arbeitsmarkt sich nach wie vor sehr stabil und krisenfest. Aber natürlich hängt viel davon ab, wie sich die Dinge in den nächsten Monaten entwickeln werden. Eine seriöse Prognose ist unter diesen Umständen nicht möglich. Im Moment können wir die Entwicklungen - genau wie die meisten anderen Akteure vor Ort - nur aufmerksam beobachten."


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