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Chancenlos gegen den Ligaprimus

Die SG Eintracht Mendig/Bell hat auch das zweite Derby binnen acht Tagen klar verloren. Nach der 3:0-Schlappe beim TuS Mayen hieß es jetzt vor rund 200 Zuschauern an der heimischen Brauerstraße 0:4 (0:3) gegen die SG Mülheim-Kärlich.
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Es war eine Partie, die viele alte Bekannte zusammenführte. Mendigs Trainer Erkan Göktepeli (rechts) war in den vergangenen sechs Jahren für die Gäste aktiv; Vereinsmanager Stefan Zeidan gehört dem Kader der Mülheimer sogar als "Ehrenspieler" an. Zu Trainer Patrick Wagner-Galda (links) verbindet beide eine fußballerische Freundschaft. Voraussetzungen, die vermuten lassen, dass es mit Blick auf die Spielweise beider Teams keine großen Geheimnisse gibt. Das mag auch so gewesen sein, alleine Mendigs Spieler konnten mit den Anweisungen  und Tipps ihres Trainers recht wenig anfangen. Hatte Göktepeli bereits im Vorfeld betont, dass Janek Ripplinger wisse "wo das Tor steht", so bestätigte dass der Stürmer mit zwei Treffern (21., 29.) - nach Vorarbeit von Sebastian Mintgen. Der gebürtige Mendiger bereite zudem auch den Führungstreffer der Gäste durch Nico Schneid (17.) vor und war auch deshalb der auffälligste Akteur des Derbys. Den Endstand markierte Christian Wiersch (77.) mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 20 Metern. "Nach guten 15 Minuten haben wir uns nach dem Rückstand aus der Bahn werfen lassen. Wir haben es danach dem Gegner einfach gemacht und nicht dagegen gehalten. Einige sollten sich fragen, ob ihre kämpferische Einstellung gestimmt hat. Das werden wir in der kommenden Woche in jedem Fall aufarbeiten", war Göktepeli stinksauer. Der Trainer schloss personelle Konsequenzen im Spiel gegen Schweich nicht aus. "Wer dann aufläuft wird sich zeigen. Jetzt haben wir 20 Punkte und am Sonntag beginnt die Rückrunde und dann will ich nach dem Spiel 23 Punkte haben", kündigte er kurz und prägnant an. Sein Pendant auf Mülheimer Seite konnte hingegen eine sehr zufriedenstellende Analyse vortragen. "Wir wussten das Mendig offensiv stark ist und dem sind wir diszipliniert begegnet", so Wagner-Galda. Dass sich sein Team nach diesem Spieltag sogar an der Tabellenspitze absetzen konnte, nahm er recht gelassen zur Kenntnis. Am Freitag geht es zum Spitzenspiel zu seinem Ex-Klub nach Mayen. "Das ist ja schon eine Weile her", wiegelt er ab, aber er fahre gern in die Eifel. "Letztlich freue ich mich aber auf jedes Spiel", gab er nach dem Sieg in Mendig zu Protokoll. Foto: Paulywww.sgeintrachtmendigbell.de