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Der Schaden geht in die Hunderttausende

Ein kleiner Brand in der Koberner St. Lubentius-Kirche wird richtig teuer.
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Als Leo Freudenberg am 17. Mai die Koberner St. Lubentius-Kirche betrat, war das ein glücklicher Zufall, denn in der ersten Bank kokelte ein Sitzpolster und der Vorsitzende des Pfarrverwaltungsrates konnte durch sein schnelles Eingreifen und das Entfernen des Sitzpolsters Schlimmeres verhindern. "Obwohl nur rund 1,10 Meter des Polsters verbrannt sind, sind die Brandfolgeschäden immens. So werden die Kosten bislang auf 350.000 bis 400.000 Euro veranschlagt. Weitere Kosten sind für Maßnahmen zu erwarten, die erst im Laufe der Sanierungs-arbeiten endgültig festgestellt werden können", ist Freudenberg auch heute nicht nur von dieser Summe, sondern auch von den Konsequenzen des Brandes überrascht. "Die Freiwillige Feuerwehr hat damals zwei Stunden durchgelüftet und nicht nur ich habe gedacht, damit wäre es erledigt. Doch letztlich mussten wir feststellen, dass sich der Ruß bereits flächendeckend festgesetzt hatte", erzählt Leo Freudenberg. Finanziell scheint der Brand für die Pfarrgemeinde momentan glimpflich auszugehen. Die Aufträge für die Reinigung des Inventars von der Orgel über Altar, Bänke, und Kunstgegenstände seien erteilt und die Kosten sind durch eine Versicherung abgedeckt. Das Bistum Trier übernimmt zudem die Kosten für die Sanierung der Mauerschale an den Wänden, der Decke und des Fußbodens. "Es ist davon auszugehen, dass die Mauerschale nach der Trockenreinigung wegen des stark anhaftenden Rußes noch weitergehend gereinigt werden muss. Es wurden Probeflächen in den Bereichen der jetzt aufgestellten Gerüste an den Wänden und der Decke durch ein Speziallabor angelegt, um herauszufinden, welches Verfahren angewendet werden soll", erzählt Freudenberg. Ein Brandsachverständiger habe zuvor eine Beprobung der Wandflächen zur Feststellung der Gesamtrußbelastung durchgeführt. Die gereinigten neuen Probenflächen würden nach einer gewissen Standzeit beprobt, um den Erfolg der Reinigungsmaßnahmen zu überprüfen, sagt Freudenberg. Die Hoffnung, dass die Kirche in diesem Sommer wieder geöffnet werden kann, ist schnell verflogen. Ende des Jahres könnte es klappen, so der Pfarrverwaltungsrat. Aktuelle Informationen gibt es im "Baustellenblog" auf der Homepage der Pfarrgemeinde: www.pfarrgemeinde-kobern.deFotos: privat (2) / Pauly