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Gedenken und nicht vergessen

Seit vielen Jahren gestalten Schülerinnen und Schüler der Realschule plus und Fachoberschule Untermosel eine Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus. In diesem Jahr präsentierten sie eigene Texte zum Thema.
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Schüler der Klasse 10a trugen selbstverfasste Text bei der Holocaust-Gedenkfeier an der Realschule plus Untermosel vor.

Schüler der Klasse 10a trugen selbstverfasste Text bei der Holocaust-Gedenkfeier an der Realschule plus Untermosel vor.

Durch Texte von Ernst Heimes und die von Zeitzeugen erhielten die Schülerinnen und Schüler viele Denkanstöße. Mit ausgewählten schriftlichen Dokumenten der Zeitzeugen Walburga Seibel, Wolfgang Gold, Hermann Müller und Karl Alderath, die von Schülern der Klasse vorgetragen wurden, begann die Lesung. Die Geschichten berichteten, wie die Zeitzeugen als Kinder die Kriegszeit erlebt hatten. Die weiteren Schwerpunkte wurden von Angelika Dormeyer, Fachbereich Bildende Kunst und Darstellendes Spiel, näher erläutert. Die Schüler/innen hatten sich unterschiedliche Textarten für ihre eigenen Werke ausgewählt, zu denen sie auch Zeichnungen anfertigten hatten. Die Zeichnungen der Schülerinnen und Schüler, die zu jiddischen Lieder gezeigt wurden, verstärkten den Eindruck der vorgetragenen Texte. Außerdem schufen die jiddischen Lieder und Texte auch eine Verbindung zu den Opfern des Nationalsozialismus. In einem gemeinsamen Tanz mit einigen Mitschülern aus Syrien zur der jiddischen Musik setzten die Schülerinnen und Schüler ein Zeichen der Hoffnung, Gegenwart und Zukunft in Frieden zu gestalten. Im Anschluss an die Feier besuchten alle die schuleigene Gedenkstätte für die jüdischen Mitbürger aus Kobern. Die Gäste konnten sich dann auch über ein weiteres Schulprojekt informieren. Schüler der Klasse 9c hatten mit ihrer Lehrerin Anette Schröter im Rahmen des Kulturforscherprojektes die Verlegung der ersten Stolpersteine in Kobern-Gondorf initiiert. Sie recherchierten zur Geschichte der Koberner jüdischen Gemeinde und hatten zunächst Informationen zur Familie Koppel zusammengetragen. Die Stolpersteine für die Familie Koppel werden am 14. März 2016 in der Marktstraße 15 von dem Künstler Gunter Demnig verlegt. Foto: privatwww.rsplus-untermosel.de