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Juwelenräuber wandert hinter Gitter

Im Februar wurde ein Juweliergeschäft in der Mayener Marktstraße überfallen. Der Räuber bedroht die Mitarbeiter mit einer Schreckschusspistole und forderte die Herausgabe von Schmuckstücken und Geld.
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Jetzt wurde der Fall vor der 4. Strafkammer des Koblenzer Landgerichts verhandelt. Der Angeklagte, der aus Mayen stammt, zeigte sich geständig und räumte die Vorwürfe ein. Unter Tränen sagte der 48-Jährige: "Ich schäme mich dafür. Ich wollte niemanden wehtun." Sein Ziel sei, bald wieder arbeiten zu gehen. Doch das dürfte noch etwas dauern, denn er wurde zu drei Jahren und sechs Monaten Haft wegen schweren Raubes verurteilt. Sein Anwalt Axel Bertram (Bonn) hatte auf einen minderschweren Fall plädiert. Doch für den Vorsitzenden Richter Torsten Bonin kam dies nicht in Frage, da die Beute sehr hoch war (mehr als 20.000 Euro netto). Er hielt dem Angeklagten aber zugute, dass er bisher noch nicht straffällig geworden war und die Tat gestand. Als Motiv hatte er Geldnot und Angst vor Altersarmut angegeben. Zudem war er wegen Depressionen in ärztlicher Behandlung. Die Haftstrafe wird er in einigen Wochen antreten. Bis dahin wird er bei einem Halbbruder aufgenommen und muss sich dreimal in der Woche bei der Polizei melden. Das Urteil ist rechtskräftig. Foto: Walz