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"Kleines Sommerloch" auf dem Arbeitsmarkt

Die Zahl der Arbeitslosen stiegt zum Monatsende im Landkreis steigt um 212 auf 4.049. Im Landkreis MYK stieg die Arbeitslosenquote um 0,2 auf 3,5 Prozent. Vor einem Jahr waren im Kreis 288 Menschen mehr arbeitslos gemeldet, die Quote lag bei 3,8 Prozent.
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Vor allem Schul- und Ausbildungsende vieler junger Menschen sind Gründe für die im Sommer regelmäßig ansteigende Arbeitslosigkeit. Viele derer, die nicht vom Ausbildungsbetrieb übernommen werden, finden häufig erst nach der Sommerpause eine Anschlussbeschäftigung oder können erst im Herbst mit weiterführenden schulischen Ausbildungen beginnen und melden sich solange arbeitslos.So sei es keine Überraschung, dass der größte Zuwachs an Arbeitslosen in der Altersgruppe der unter 25-Jährigen zu finden sei, wo die Zahl um 100 auf 592 (Kreis) beziehungsweise um 82 auf 391 (Stadt) anstieg. Sorgen macht sich die Leiterin der Arbeitsagentur, Ulrike Mohrs, um diese jungen Leute allerdings nicht. Differenziert man nach den Rechtskreisen des Sozialgesetzbuches (SGB), schlägt der kurzfristige Anstieg der Arbeitslosigkeit vor allem in der Versichertengemeinschaft des SGB III zu Buche, also bei jenen Menschen, die in der Regel noch nicht länger als ein Jahr arbeitslos sind. Dort stieg die Zahl seit Ende Juni in Koblenz um 107 auf nun 1.138 und im Landkreis um 144 auf 1856. Vor einem Jahr wurden in diesem Rechtskreis in der Stadt 141 Arbeitslose weniger und im Kreis 92 mehr gezählt. In der Grundsicherung nach SGB II, also bei den so genannten Hartz IV-Empfängern, stieg der Wert in den vergangenen vier Wochen in Koblenz um 70 auf nun 2.577 und im Landkreis um 68 auf 2.193 an.  Im Jahr zuvor waren in Koblenz noch 133 und im Kreis 196 Menschen mehr arbeitslos gemeldet. Die meisten neuen Ausbildungsverhältnisse starten ab September. Gut fünf Wochen vor dem offiziellen Beginn des Ausbildungsjahres registriert die Agentur-Statistik noch 505 unbesetzte Lehrstellen im Landkreis. Ihnen stehen – zumindest theoretisch – 333 (Kreis MYK) unversorgte Bewerber gegenüber.