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Spielzeiteröffnung mit "Ronja Räubertochter"

Nicht ohne nochmaliges Intonieren des »Räuberliedes« ließ das Premierenpublikum - Groß und Klein - die Schauspieler nicht von der Bühne.
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Zuvor hatten sie rund eineinviertel Stunden die Geschichte der Räubertochter mit Spannung verfolgt. Temporeich wirbelten die sieben Schauspieler mit vollem Körpereinsatz über die Bühne. Dabei wurde als Spielstätte die gesamte Burg - »Mattis Burg« - miteinbezogen. Diese Location ist einfach ein Glücksfall für das Stück. Ein Glücksfall ist auch die Kostümbildnerin Gabriele Kortmann, die Intendant Daniel Ris aus seiner Berliner Zeit mitgebracht hat. Ihre Jeans-Patchwork-Kreationen zeigen viel Liebe zum Detail. Das schätzt auch der Intendant, der nach eigenen Aussagen, das Ergnis der Regiearbeit nicht in Händen hat, aber dennoch verantwortlich ist. So hatte er Catharina Fillers nach Mayen geholt, die jahrelange Erfahrung im Kinder- und Jugendtheater vorweisen kann. »Ich bin ein totaler Fan des Stückes«, gibt Ris unumwunden zu. »Catharina hat das gut hingekriegt«. Für ihn hat das Familienstück, nicht »Kinderstück«, einen höheren Stellenwert als bisher verdient. »Es ist einn Herausforderung, ein Stück zu finden, das sowohl Kinder als auch Erwachsene von fünf bis 80 Jahren anspricht«, weiß Ris, der einräumt, das Fünfjährige bestimmte Dinge nicht verstehen. So blieb bei ihnen manche Botschaften (»Das Leben ist etwas, das man hüten und bewahren muss«) leider auf der Strecke.  Aber: Alles in allem hatten sie Spaß und dankten mit frenetischem Applaus. Jetzt hat Ris die nächste Premiere im Blick: »Tschick« am Freitag, 2. Juni, auf der Kleinen Bühne im Alten Arresthaus. Fotos: Walz