Jutta Kruft

Wappenteller für "Juwele in einer Gemeinschaft"

Ochtendung. Am Kreisgeburtstag (7. November) wurden neun Menschen ausgezeichnet, die sich in außerordentlichem Maße für die Region eingesetzen.

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Mit dem Großen Wappenteller des Landkreises Mayen-Koblenz wurden Maximilian(r.) und Detlef Boltersdorf von Landrat Dr. Alexander Saftig ausgezeichnet.

Mit dem Großen Wappenteller des Landkreises Mayen-Koblenz wurden Maximilian(r.) und Detlef Boltersdorf von Landrat Dr. Alexander Saftig ausgezeichnet.

Foto: Kruft

"Das Beste, das einem Landkreis passieren kann, sind aktive Bürgerinnen und Bürger, die sich für ihre Heimat einsetzen, die sich aufmachen und der Gesellschaft etwas geben wollen. Aktive Bürgerinnen un2d Bürger, die sehen, wo sie gebraucht werden, die mit anpacken, wenn ihr Einsatz notwendig ist und die nicht fragen, welchen Gegenwert sie dafür erhalten", so Landrat Dr. Alexander Saftig in seiner Begrüßung in der Kulturhalle in Ochtendung.  Es sei eine gute Tradition, dass am  Geburtstag des Landkreises Mayen-Koblenz, Menschen ausgezeichnet werden, die sich in außerordentlichem Maße für die Region eingesetzt haben und einsetzen. Solche Menschen - solche Juwelen - gebe es in Mayen-Koblenz in erfreulich hoher Zahl.

Als Dank und zur Anerkennung wurden Große und Kleine Wappenteller verliehen.

Den Wappenteller des Landkreises Mayen-Koblenz erhielten: Willi Brück aus Monreal, Therese Eckhoff aus Plaidt, Rosi Hautt aus Winningen, Hedi Hickmann aus Plaidt und Dieter Winkel aus Mayen.

Mit dem Großen Wappenteller des Landkreises Mayen-Koblenz wurden ausgezeichnet: Maximilian und Detlef Boltersdorf aus Mayen (Brohl Wellpappe), Michael Seimetz aus Andernach und Karl Werf aus Andernach.  

Großer Wappenteller

"Wenn du einmal Erfolg hast, kann es Zufall sein. Wenn du zweimal Erfolg hast, kann es Glück sein. Wenn du dreimal Erfolg hast, so ist es Fleiß und Tüchtigkeit", zitierte der Kreischef eine alte Weisheit in seiner Laudatio auf die Brüder Boltersdorf. "Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr. Er muss jeden Tag aufs Neue hart erarbeitet werden - und zwar vom Steuermann an der Spitze des Unternehmens genauso wie von seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diese Erkenntnis ist Teil Ihres Erfolges. Fleiß und Tüchtigkeit, der Mut zu Investitionen, Expansion und Fortschritt sind Ihre persönlichen Leitbilder und prägen das Profil Ihres Unternehmens."

Brohl Wellpappe verfügt über insgesamt acht Standorte in Deutschland und den Niederlanden und zählt 631 Mitarbeiter/innen und Mitarbeiter. Ihr Hauptsitz befindet sich in Mayen mit einer Grundfläche von über 110.000 Quadratmetern. 1989 wurde das Grundstück von der Stadt Mayen erworben und kurze Zeit später zunächst einen Teil der Verarbeitung in die Eifel verlagert, weil es an dem zweiten Unternehmensstandort in Ahrbrück eiler keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr gab. 1996 folgte dann die komplette Verlagerung nach Mayen. In diesem Jahr hat die Brohl Wellpappe eine Lagerhalle im Gewerbegebiet "Oberholz" in Ochtendung erworben. Dort sollen Lagerkapazitäten geschaffen werden. Das Betriebsgelände in Ahrbrück wurde für einen symbolischen Euro zum Wiederaufbau nach der verheerenden Flutkatastrophe bereitgestellt. Auf dem Grundstück soll für von der Flut betroffene Bürgerinnen und Bürger in den nächsten Jahren Wohnraum geschaffen werden. Maximilian Boltersdorf nahm die Auszeichnung stellvertretend für seinen Bruder Detlef entgegen.

Wappenteller des Kreises

Ein weiterer Geehrter ist Willi Brück. Mit viel Energie, Leidenschaft und immer mit Augenmaß, zum Wohl des Landkreises, der Verbandsgemeinde Vordereifel und insbesondere der Ortsgemeinde Monreal sowie der Bürgerinnen und Bürger hat er sich in der Politik engagiert. Vor 43 Jahren ist er in die Kommunalpolitik gegangen, um etwas zu bewegen. Von 1979 bis 1999 war er Mitglied im Verbandsgemeinderat und von 1984 bis 1989 Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Vordereifel, damals noch Mayen-Land. Mitglied im Ortsgemeinderat war er von 1979 bis 1994. 13 Jahre - von 1989 bis 2002 - setzte er sich als Ortsbürgermeister für Monreal ein. Unter ihm ist in Monreal im Rahmen der Dorferneuerung eine Menge passiert: So wurde etwa eine Grundschule errichtet, das alte Raiffeisengebäude wurde zur Mehrzweckhalle ausgebaut und alte Fachwerkhäuser wurden restauriert. Auch hat die Gemeinde das Bahnhofsgelände und das Vier-Giebel-Haus gekauft.

Ebenfalls einen Wappenteller gab es für Dieter Winkel. Ununterbrochen seit 1974 gehört er als Mitglied der CDU-Fraktion dem Stadtrat von Mayen an. Hervorzuheben ist Ihr Engagement im Amt des stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Stadtwerke GmbH Mayen, das er seit mehr als 16 Jahren ausübt. Ebenso ist er ein wichtiger Vertreter in den Gremien des Eigenbetriebes für die Abwasserentsorgung. Von 2004 bis 2014 gehörte er dem Kreistag Mayen-Koblenz an. Seit 1976 ist er Patientensprecher im früheren Kreiskrankenhaus St. Elisabeth in Mayen. 1984 gründete er gemeinsam mit Gleichgesinnten den EDV-Schulungsverein "Informations- und Technologieclub Mayen". Fast 40 Jahre hatte er das Amt des Vorsitzenden der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft inne. 40 Jahre war er in verschiedenen Vorständen der Deutschen Postgewerkschaft aktiv: Beginnend in der Bezirksjugendvertretung, schließlich in der Bezirksseniorenvertretung.


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