2,5 Mio. Euro für Rursammler

»Ein guter Tag für Monschau - wie eigentlich immer, wenn Gisela Walsken uns besucht«, resümierte Bürgermeisterin Margareta Ritter kurz und knapp. Die Regierungspräsidentin brachte stolze 2,5 Millionen Euro aus Köln mit, die der Sanierung des »Rursammlers« dienen.
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Bürgermeisterin Margareta Ritter und Ortsvorsteher Georg Kaulen freuen sich über den Förderbescheid für einen neuen Rursammler, den Gisela Walsken überbrachte. Foto: Fö

Bürgermeisterin Margareta Ritter und Ortsvorsteher Georg Kaulen freuen sich über den Förderbescheid für einen neuen Rursammler, den Gisela Walsken überbrachte. Foto: Fö

Die Stadt Monschau hat ein Fremdwassersanierungskonzept (FSK) für die Altstadt von Monschau aufgestellt. In einem solchen Konzept werden sämtliche Kanäle des Abwassersystems inspiziert und hinsichtlich möglichem Fremdwassereintritt (= Oberflächenwasser im Schmutzwassersystem, Schäden bzw. Undichtigkeiten etc.) bewertet. Dabei hat sich herausgestellt, dass der im Bett der Rur liegende »Rursammler« eine der Hauptfremdwasserquellen ist. Das Fremdwasser gelangt über undichte Hausanschlussleitungen und Schachtabdeckungen ins Kanalnetz. Um die Umwelt, besonders aber das Trinkwasser im Obersee zu schützen, ist die Stadt Monschau zum Handeln gezwungen.

Erneuerung

In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW und der Bezirksregierung Köln als obere Wasserbehörde wurde festgelegt, dass sämtliche innerhalb des Rurbettes liegende, direkt an den »Rursammler« angeschlossene Grundstückanschlussleitungen als auch der »Rursammler« selbst zwischen Kurpark und Markt entfernt werden müssen. Dies erfordert neben der Neuerrichtung einer Schmutzwasserkanalisation in der »Austraße« und »Stadtstraße« auch die Errichtung einer Pumpstation an »Richter’s Eck« sowie mehrerer Pumpendruckleitungen in den Bereichen »Auf den Planken« und »Rurstraße«. »Mit der Sanierung werden rund 60 Prozent, also der größte Teil des Rursammlers, aus dem Flussbett der Rur entfernt«, erklärt Regierungspräsidentin Gisela Walsken, »ebenso wie die vorhandenen, hässlichen Betonschächte.« So könne das Flussbett der Rur vom Betrachter künftig wieder als naturnah wahrgenommen werden. Unumgänglich sind hierbei Umbauarbeiten an den Hausanschlussleitungen auf dem Grundstück selbst sowie der direkt an den Rursammler angeschlossenen Häuser.

Walsken bleibt

Regierungspräsident Gisela Walsken ist auch von der neuen schwarz-gelben NRW-Landesregierung in ihrem Amt bestätigt worden. »Ein gutes und wichtiges Zeichen für uns«, erklärt Monschaus Ortsvorsteher Georg Kaulen, pflege man doch ausgezeichnete Beziehungen nach Köln.