6700 Unterschriften für die Radiologie

6700 Unterschriften von Bürgern zur Aktion "Röntgen für ALLE in der Eifelklinik zulassen" liegen derzeit im Simmerather Rathaus vor, wie Bürgermeister Karl-Heinz Hermanns nun mitteilte. Damit findet die gemeinsame Unterschriftenaktion der fünf Eifelkommunen Simmerath, Monschau, Roetgen, Hürtgenwald und Nideggen zur Rettung der Radiologie in der Eifelklinik Simmerath weiter große Resonanz.
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Die Unterschriftenaktion zur Rettung der Radiologie in der Eifelklinik in Simmerath findet weiterhin große Resonanz. Zwischenzeitlich haben sich daran 6700 Bürger beteiligt.  Foto: Hoffmann

Die Unterschriftenaktion zur Rettung der Radiologie in der Eifelklinik in Simmerath findet weiterhin große Resonanz. Zwischenzeitlich haben sich daran 6700 Bürger beteiligt. Foto: Hoffmann

Wie Bürgermeister Hermanns nun berichtete, habe man zwischenzeitlich nicht nur durch den Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling (SPD) in dieser Sache Unterstützung erhalten. Die Bundestagsabgeordnete Claudia Moll (SPD) wandte sich mit Schreiben vom 15. März direkt an den Vorsitzenden der KVNO, Dr. Frank Bergmann. Mit Verwunderung habe sie "den Einspruch der KVNO gegen den Zulassungsbescheid für die ambulante radiologische Untersuchung von gesetzlich Versicherten in der Eifelklinik zur Kenntnis genommen". Weiter teilt sie im Schreiben an die KVNO mit:"Besonders der Begründung, dass aufgrund vorhandener Aufnahmekapazität in Praxen eine Sonderbedarfszulassung nicht in Frage kommt, kann ich nicht folgen, da gesetzlich Versicherte von erheblichen Wartezeiten in der ambulanten radiologischen Versorgung betroffen sind". NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann verweist mit Schreiben vom 5. April zunächst einmal darauf, dass der KVNO die Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung und damit auch der ambulanten radiologischen Versorgung obliegt und das Land dabei keine Mitwirkungsrechte habe. Aufsichtsrechtlich sei der Widerspruch der KVNO auch nicht zu beanstanden. Aus Sicht der Landesregierung sei es jedoch wünschenswert, dass die jeweiligen Leistungserbringer (Radiologen) gleichmäßig im Planungsgebiet verteilt sind, so dass sich möglichst kurze Wege ergeben.
Weiter heißt es in dem Schreiben des Gesundheitsministers: "Die Landesregierung sieht die derzeitige räumliche Verteilung der radiologischen Praxen innerhalb der Region Aachen durchaus als problematisch an und setzt sich für Verbesserungen in der radiologischen Versorgung in Simmerath und Umgebung ein". Mit Schreiben vom 10. April hat sich Gesundheitsminister Laumann nochmals an die fünf Eifeler Bürgermeister gewandt. Vorab war hierzu Simmeraths Bürgermeister Hermanns vom Dürener Landtagsabgeordneten Ralf Nolden informiert worden. Laumann teilt in seinem Schreiben mit, dass auch er an einer schnellen Lösung interessiert sei. Daher stehe das Ministerium in laufendem Kontakt mit der KVNO. Diese habe ihm auch mitgeteilt, dass zwischenzeitlich ein weiterer Widerspruch einer radiologischen Praxis eingelegt wurde. Darüber hinaus hate sich Laumann "persönlich an den Vorstandsvorsitzenden der KVNO, Herrn Dr. Bergmann, gewandt und ihn gebeten, Gespräche mit den Beteiligten zu führen. Ziel soll es sein, möglichst zeitnah eine Lösung unabhängig von der Entscheidung des Berufungsauschusses herbeizuführen. Abschließend hofft Laumann, dass dies im Interesse der Betroffenen Bürger gelingt.