Thomas Förster

Bruder Theos Werk ist in guten Händen

Konzen (Fö). Father Jean Baptiste besucht die Heimat des »Weißen Missionars«

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Father Jean Baptiste hat die Projekte von Bruder Theo Call übernommen und wird derzeit von Elke und Martin Krings ins Netzwerk der vielen Förderer des »Weißen Missionars« eingeführt.

Father Jean Baptiste hat die Projekte von Bruder Theo Call übernommen und wird derzeit von Elke und Martin Krings ins Netzwerk der vielen Förderer des »Weißen Missionars« eingeführt.

Foto: Thomas Förster

Konzen (Fö). »Man kann ihre Kultur, ihre Lebenseinstellung nicht ändern. Man kann sie nur verstehen und lieben lernen.« Genau das hat Father Jean Baptiste gemacht und in Kabanga eine neue Heimat gefunden. »Ich bin dem guten Ruf von Bruder Theo Call gefolgt und scheue die Herausforderung nicht, seine Projekte fortzuführen«. Der 37-jährige Geistliche ist voller Tatendrang - und derzeit zu Besuch in der Heimat des »Weißen Missionars« in Konzen.

»Wir fühlen uns bei Jean Baptiste gut aufgehoben. Er ist zwar kein Handwerker, aber er weiß mit den Menschen in Tansania umzugehen«, findet Martin Krings lobende Worte für den »Weißen Vater«. »Unsere Aufgabe ist es, in im Netzwerk von Theo Call und seinen Unterstützern bekannt zu machen«, so Krings. Dafür besucht man Hilfsorganisationen wie das Kindermissionswerk, das EU-Parlament, aber auch Sponsoren aus der Eifel. Und natürlich ist ein Treffen mit dem »Weißen Missionar« in seiner neuen Heimat Trier geplant.

Bruder Theo Call hat in einem halben Jahrhundert, in dem er in Tansania gewirkt hat, eine einzigartige Infrastruktur geschaffen. »Es gibt so viel zu tun, um Alte, Kranke, Kinder zu unterstützen«, weiß Father Jean Baptiste. Er erzählt von den großen Schwierigkeiten im Gesundheitssystem. »Eine Frau erlitt bei einem Hausbrand schwere Verbrennungen. Hätte ich nicht von den Förderern aus der Eifel 200 Euro bekommen, wäre sie nicht im Krankenhaus behandelt worden und vielleicht gestorben«. Viele Einwohner seien völlig mittellos, von der Familie alleine gelassen. Die immer noch von Verfolgung bedrohten »Albinos« zu schützen ist ihm eine Herzensangelegenheit wie es sie auch für Bruder Theo Call war.

An anderer Stelle hat er neue Wege eingeschlagen. So muss man dafür zahlen, wenn man etwas in der Kfz-Werkstatt der Missionare reparieren lässt. Theo Call hat vieles unentgeltlich gemacht. »Aber das geht nicht, auch wir haben Kosten«, weiß der Geistliche. Der junge Mann, der aus dem westafrikanischen Togo stammt, beherrscht sieben Sprachen: »Kommunikation ist der Schlüssel um an die Menschen heranzukommen«, weiß er. Daher besucht er bei seinem Aufenthalt in Konzen auch den Studienkreis, um Deutsch zu lernen.

Wer den Förderverein Bruder Theo und damit das Engagement von Martin und Elke Krings unterstützen möchte, kann das mit einer Spende tun:
Spendenkonto
IBAN: DE21 3905 0000 1070 1303 96
BIC: AACSDE33XXX
Sparkasse Aachen

www.brudertheo.de