Damoklesschwert hängt über Bürgerverein

Ziemlich finster sieht die Zukunft beim hiesigen Bürgerverein aus, über dem schmucken Bürgerhaus brauen sich düstere Wolken zusammen, schwebt das Damoklesschwert. Man spricht sogar von Auflösung, denn niemand ist bereit, sich im Vorstand aktiv mit neuen Ideen und Konzepten einzubringen.
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Drohen Bürgerverein und Bürgerhaus in Mulartshütte bald schon das »Aus?« Nur ein neuer, junger Vorstand kann das verhindern.

Drohen Bürgerverein und Bürgerhaus in Mulartshütte bald schon das »Aus?« Nur ein neuer, junger Vorstand kann das verhindern.

»Nach 33 Jahren des Bestehens kann es passieren, dass im Bürgerhaus die Lichter ausgehen«, befürchtet Manfred Adrian, der lange Jahre im Bürgerverein den Vorsitz inne hatte. Derzeit sind es Dirk Adrian auf dem Vorstandposten und Rosi Breidt als Geschäftsführerin, die (noch) die Fäden zusammen halten. Beide aber haben bereits den Rücktritt von ihren Ämtern im nächsten Jahr angekündigt. Mit zum Vorstand gehört noch Schatzmeister Wolfgang Merz. Das Kuriose ist: Der Bürgerverein zählt 177 Mitglieder, aber nur 35 Prozent davon kommen aus Mulartshütte, bilanziert Dirk Adrian und wünscht sich, die restlichen aus dem Ort möglichst rasch sensibilisieren zu können. Aber wie? Er denkt an eine direkte Ansprache von Haus zu Haus. Dirk Adrian hat erkannt, es muss rasch eine Verjüngung im Vorstand angestrebt werden. Bedauert wird vom Verein, dass sich die Gemeinde Roetgen mit keinem Cent an den Kosten für das Bürgerhaus beteilige. Immerhin summieren sich die Ausgaben für den Unterhalt der Einrichtung auf jährlich über 7000 Euro.

Überalterung

Doch welchen Stellenwert besitzt der Bürgerverein denn überhaupt? Der zukünftige Vorstand muss neue Konzepte auf den Tisch legen, die beim Bürger ankommen und ihn dazu bewegen, dem Verein beizutreten. Wie kann man junge Menschen begeistern? Besonders Familien mit Kinder? Ist der Bürgerverein in seiner jetzigen Form überhaupt noch zeitgemäß? Fragen über Fragen, denn ein Großteil der Mitglieder hat die 70 überschritten. Auch eine Aktualisierung der Homepage ist dringend erforderlich.

Hilfe aus dem Rathaus

Der bisherige Vorstand wird das akute Thema weiter verfolgen und behandeln. Eine Auflösung des Vereins könne und dürfe niemand wollen und zulassen, würde nicht im Interesse aller liegen. Denn: Laut Vertrag mit der Gemeinde Roetgen, die dem Verein das Grundstück in Erbpacht gestellt hat, fallen dann das Bürgerhaus, und eventuell sogar finanzielle Mittel, nach einer Auflösung an die Gemeinde Roetgen. Dirk Adrian mag gar nicht daran denken, er gibt ein klares Ziel aus: »Wir brauchen dringend eine Neubesetzung des Vorstands.«