Thomas Förster

Den ÖPNV in der Nordeifel weiter stärken

Simmerath (Fö). Am Angebot dürfte es künftig wohl nicht mehr scheitern und auch an der Attraktivität wird zunehmend gefeilt.
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Bernd Goffart, Bürgermeister der Gemeinde Simmerath, und Dr. Kathrin Drießen, Leiterin des Fachbereichs Mobilitätskonzepte der ASEAG, freuen sich über den flexiblen Rufbus, der auf der Linie 83 zwischen Hirschrott, Erkensruhr, Einruhr, Dedenborn, Hammer, Eicherscheid und Huppenbroich bis nach Simmerath verkehren wird.

Bernd Goffart, Bürgermeister der Gemeinde Simmerath, und Dr. Kathrin Drießen, Leiterin des Fachbereichs Mobilitätskonzepte der ASEAG, freuen sich über den flexiblen Rufbus, der auf der Linie 83 zwischen Hirschrott, Erkensruhr, Einruhr, Dedenborn, Hammer, Eicherscheid und Huppenbroich bis nach Simmerath verkehren wird.

Foto: Thomas Förster

»Wir machen keine Experimente, wir wollen den ÖPNV für alle Bewohner der Gemeinde Simmerath und die ganze Nordeifel stärken«, erklärt Bürgermeister Bernd Goffart. Nachdem in der Vorwoche die neue Schnellbuslinie von Monschau nach Aachen präsentiert wurde, nimmt nun in der Gemeinde Simmerath der erste NetLiner seinen Betrieb auf. Auf der Linie 83 zwischen Hirschrott, Hammer, Huppenbroich und Simmerath verkehrt künftig der flexible Rufbus. Jedoch nicht zu jeder Zeit: Das Angebot gilt montags bis freitags von 8 bis 11.30 Uhr sowie von 15.30 bis 19.30 Uhr. Während des Schülerverkehrs am frühen Morgen sowie zur Mittagszeit verkehrt wie am Wochenende der bekannte Linienbus. Neben den bekannten Haltestellen wurden in Hirschrott und am Fronrather Weg in Eicherscheid so genannte »NetLiner-Spots« eingerichtet: Wer dort ein- oder aussteigen möchte, zahlt zusätzlich zum AVV-Tarif einen Euro - bekommt aber eben auch den Bus bis fast vor die Haustüre.
Gebucht werden können die Fahrten im NetLiner bis 30 Monuten vor Fahrtbeginn mit der movA-App der ASEAG oder aber unter Tel. 0241/1688-3322.
Am Simmerather Bushof und in Einruhr ist ein Umstieg in den normalen Linienverkehr möglich. »Es ist sinnvoll die gesamte gewünschte Fahrtstrecke zu buchen«, erklärt Dr. Kathrin Drießen, Leiterin des Fachbereichs Mobilitätskonzepte der ASEAG. »Dann weiß im Zweifel der Fahrer des Anschlussbusses, dass er noch kurz auf einen Fahrgast warten muss.«
Die beiden roten NetLiner biete elf Sitz- und zehn Stehplätze sowie Platz für Rollstuhl oder Kinderwagen. Pandemie und Chipmangel haben die rechtzeitige Auslieferung der beiden Busse verhindert. Daher startet der NetLiner in der Gemeinde Simmerath mit zwei kleineren, weißen Bussen - die roten Busse sollen im Frühsommer ausgeliefert werden. Die NetLiner werden im Auftrag der ASEAG von der KBE Kleinbus Eifel GmbH aus Roetgen gefahren. Der NetLiner hat keinen festen Fahrplan und keine feste Linienführung. Abfahrtszeiten und Strecke ergeben sich aus den Wünschen der Fahrgäste. Das System ermittelt automatisch die beste Route für alle Fahrtwünsche und - ziele.
»Vielleicht können wir mit dem NetLiner auch eine bessere Erreichbarkeit unseres Gewerbegebietes sicher stellen«, blickt Goffart in die Zukunft. Jetzt geht es wohl darum, den Eifeler davon zu überzeugen, dass das Busfahren eine echte Alternative zum eigenen Auto sein kann.

Deutlich bessere Busverbindungen

Auf der Linie 63 zwischen Simmerath und Schleiden wird montags bis freitags ein fester Stundentakt eingeführt. Am Wochenende werden die Busse alle zwei Stunden fahren. Der Linienweg ändert sich. Die 63 fährt künftig mit Ausnahme einzelner Schülerfahrten ab Kesternich über Rurberg Jugendherberge bis Rurberg Seeufer und von da aus weiter nach Einruhr. Damit gibt es eine regelmäßige Verbindung zwischen Rurberg und Einruhr. Etwa jede zweite Fahrt der Linie 63 ist in Simmerath mit der SB 63 in und aus Richtung Aachen verknüpft. Gemeinsam mit der Linie 68 wird es somit mehr Fahrten zwischen Simmerath und Rurberg geben.
Auf der Linie 68 wird zwischen Simmerath und Rurberg ein fester Stundentakt eingeführt. Am Wochenende werden die Busse alle zwei Stunden fahren. Die Fahrten führen abwechselnd über Witzerkul und Kesternich, einige weiterhin ab und bis Einruhr. Am Wochenende wird fast jede zweite Fahrt der Linie 68 in Simmerath mit der SB 63 in und aus Richtung Roet-gen verknüpft. Gemeinsam mit der Linie 63 wird es somit mehr Fahrten zwischen Simmerath und Rurberg geben.
»Durch diese Taktverdichtung und den NetLiner wird das ÖPNV-Angebot in der Gemende Simmerath erheblich verbessert«, lobt Bürgermeister Goffart.

Seit 2016 unterwegs

Der NetLiner ist seit 2016 erfolgreich in der Stadt Monschau unterwegs. Zunächst als Pilotprojekt bedient er mittlerweile Fahrgäste aus allen Stadtteilen. In Roetgen fahren die roten Kleinbusse seit Okotber, auch im Aachener Süden kann man den Rufbus buchen. Alle Neuerungen im Fahrplan der ASEAG finden Sie auf www.aseag.de