Eifeler gestalten ihre Heimat

»Gute Ideen privater Initiatoren bleiben in der Schublade oder scheitern, weil bürokratische oder finanzielle Hindernisse dem entgegen stehen. Da müssen wir helfen«. Margarete Ritter und ihre Mitstreiter in der LEADER-Region Eifel sehen sich gut aufgestellt und suchen neue Projekte.
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Die Akteure der LEADER-Region Eifel suchen gute Ideen zur regionalen Entwicklung und leisten unbürokratische Hilfestellungen. Foto: T. Förster

Die Akteure der LEADER-Region Eifel suchen gute Ideen zur regionalen Entwicklung und leisten unbürokratische Hilfestellungen. Foto: T. Förster

Bereits für die Förderphase 2007-2013 konnte sich der nordrheinwestfälische Teil der Eifel als LEADER-Region qualifizieren und in diesem Zeitraum viele spannende und innovative Projektideen umsetzen, Netzwerke schaffen und einen Teil der Bevölkerung für die Mitarbeit in der Lokalen Aktionsgruppe begeistern. Auch in der Förderperiode 2014-2020 wurde die Region, in einem Wettbewerbsverfahren, wieder als eine von aktuell 28 LEADER-Regionen in Nordrhein-Westfalen ausgewählt. Somit stehen der Region Fördermittel in Höhe von 3.100.000 Euro zur Verfügung, um nachhaltige und zukunftsweisende Projekte in Zusammenarbeit mit privaten und öffentlichen Akteuren nachhaltig zu gestalten und umzusetzen. Da Förderphase und Umsetzung nicht einher gehen, war es erst jetzt an der Zeit, eine Halbzeitbilanz zu ziehen. »Wir beschreiten in der Regionalentwicklung schon lange gemeinsame Wege. Vorreiter ist dabei der Naturpark Nordeifel«, stellt Monschaus Bürgermeisterin Margareta Rittter als Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe in der LEADER-Region Eifel die Vorteile des westlichsten Zipfel Nordrhein-Westfalens heraus. »Die 15 Eifel-Kommunen in den Kreisen Düren und Euskirchen sowie der Städteregion Aachen arbeiten vertrauensvoll zusammen und springen als Co-Finanzierer für zukunftsweisende Projekte ein«, versichert Manfred Poth, Vorsitzender des Naturparks Nordeifel, dem das Management der LEADER-Region Eifel unterstellt ist. In den drei Handlungsfeldern »Lebensraum für Jung und Alt«, »Regionale Wertschöpfung« sowie »Klima- und Ressourcenschutz« konnten bereits 24 Projekte als förderwürdig ausgewählt wurden. Dazu zählen der Walderlebnisparcours »Kölschkier« nahe Kalterherberg, die Mitfahrbänke in sechs Eifel-Kommunen oder aber die vielen »Dorf.Bio.Tope«, die gemeinsam mit den biologischen Stationen entstehen. Auch dem Thema »Unternehmensnachfolge im Gastgewerbe« wurde sich gewidmet, um scheidenden Gastronomen sowie potenziellen Nachfolgern fachmännische Hilfestellung zu geben. Hilfe in vielfacher Hinsicht bieten auch die Akteure in der »Generationengenossenschaft Eifel« an, die aktuell aus dem Kreis Euskirchen in die ganze Eifel-Region ausgedehnt wird. In Planung ist ein Projekt, das mehr barrierefreie Unterkünfte in der Eifel schaffen soll. Aus Rollesbroich holt man sich bei der LEADER-Region Hilfe, um zu erörtern, ob ein Dorfladen Zukunft haben könnte. Es steht derzeit noch ein Restbudget von 450.000 Euro zur Verfügung, mit dem noch Projekte bis Ende 2020 bewilligt werden können. »Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Ideen nicht zur Umsetzung kommen. Das kann an der Scheu vor dem Antragsverfahren liegen, aber auch an mangelndem Eigenkapital«, weiß Ritter. Denn 35 Prozent der Fördersumme muss selbst getragen werden. »Hinzu kommt, dass die Förderung erst nach Projektende ausgezahlt wird. Man muss also in Vorleistung treten.« Um diesen bürokratischen Hindernissen entgegen zu treten, hilft das Regionalmanagement: LAG der LEADER-Region Eifel beim Naturpark Nordeifel
Bahnhofstraße 16, 53947 Nettersheim
Tel. 02486/911122 oder 801647
www.leader-eifel.de


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