Ein Rückblick, der Spannung verspricht

45 Jahre ist es her, dass der Landkreis Monschau aufgelöst wurde. Und genau so lange gibt es bereits das »Jahrbuch des Monschauer Landes«, das den alten Heimatkalender und den Eremit am Hohen Venn ersetzte.
Bilder

 »Es verbindet die Menschen in unserer Region und ist Zeugnis einer Gemeinschaft, die bis heute besteht«, weiß Alexander Lenders - denn der »Heimatkalender« sei im Altkreis Monschau beliebt wie eh und je. Gemeinsam mit dem Geschichtsverein des Monschauer Landes konnte Verlagsleiter Alexander Lenders das »Jahrbuch des Monschauer Landes 2018« vorstellen, das im Weiss-Verlag erschienen ist  und derer knapp 5.000 Exemplare gedruckt wurden. Auch der Ort der Vorstellung war gezielt ausgewählt worden, verbindet doch das »Hotel Kragemann« in Simmerath Tradition mit Moderne. Erhältlich ist das Werk für 7,20 Euro im örtlichen Buchhandel und beim WochenSpiegel. »Zudem haben unsere Boten mit dem Hausverkauf begonnen«, weiß Lenders. Insgesamt 20 Autoren haben die ansprechende Publikation gestaltet. »Die Leser erwartet wieder eine interessante Mischung aus wissenschaftlichen, volkstümlichen und naturkundlichen  Beiträgen«, so Gabriele Harzheim, Vorsitzende des Geschichtsvereins Monschauer Land, die auch dem Redaktionsteam vorsteht. So wird über die Perlenfischerei im 17. und 18. Jahrhundert berichtet oder über die in Vergessenheit geratene »Gewandschaftswalkmühle« in der Monschauer Altstadt. »Sie ist Zeugnis der überregionalen Bedeutung der damaligen Tuchmacherstadt«, unterstreicht Dr. Toni Offermann. Anfang des 20. Jahrhunderts musste sie der Verbreiterung der Stadtstraße weichen.

Erinnerungen

Gerade der Teil »Miterlebtes« begeistert immer wieder die Leser. So wird vom Pilgern nach Heimbach berichtet, vom Badespaß an Zweifaller Bächen zu Kriegszeiten, aber auch den Entbehrungen, die der Zweite Weltkrieg mit sich brachte. Der ehemalige Bürgermeister Hans Lennartz bringt den Politikskandal um die Leichenhalle in Roetgen im Jahre 1965 ins Gedächtnis und Günter Krings widmet sich in »Krank on malad« der Eifeler Mundart. »Leider wird sie immer weniger gesprochen«, unterstreicht Harzheim. Umso wichtiger sei es, dieses Kulturgut der Nachwelt zu erhalten. Hans Gerd Lauscher hat einmal eine eindrucksvolle Malerei aus seinem Besitz als Titelbild ausgewählt. Es zeigt ein einsames Bauernhaus im Plattevenn nahe Mützenich. »Der Maler Alfred Holler verzichtet auf Ausschmückendes und reduziert sein Werk auf das, was die Eifel auszeichnet«, ist Lauscher begeistert. Und selbstverständlich darf auch ein Rückblick auf das vergangene Jahr nicht fehlen.

Verkauf

Neben dem Verkauf durch die WochenSpiegel-Boten ist das »Jahrbuch des Monschauer Landes 2018« an folgenden Verkaufsstellen erhältlich: Mayersche Buchhandlung Aachen, Buchhandlung »Das Buch« Eilendorf, Buchhandlung Lausberg in Walheim, BABALU Ronig Buchhandlung in Vossenack, Lotto-Shop im real, Monschau-Touristik, Lotto-Shop Siebertz im Victor, nah und gut Kalterherberg, Konsum am Eifelsteig Mützenich, Buchhandlung Lesezeichen und Geschenke Kessel in Roetgen, Rursee-Touristik in Rurberg, Bürobedarf Kogel, Der Buchladen und REWE Nord-Eifel-Kauf (alle Simmerath), Bücherstube am Rathaus Stolberg sowei beim Geschichtsverein selbst. Mehr Infos gibt es unter www.gv-mon.de