Flammendes Missgeschick

Die Polizei warnt aktuell vor der Unkrautbekämpfung mit Gasbrennern. In den letzten Wochen gab es in der Region elf Fälle, bei denen nicht nur das Unkraut beim Abbrennen bewusst mit Gas beseitigt wurde, sondern auch - ungewollt - ganze Hecken, Holzzäune, Gartenhäuser, eine Häuserfront. Selbst ein Dachstuhl wurde in Mitleidenschaft gezogen.
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Bei dem Wetter und reichlich Regen in den letzten Tagen und Wochen kann man es kaum glauben. Aber manche Sträucher, Hecken und sogar Bäume sind im Inneren noch dermaßen trocken, dass oft nur ein Funke genügt, um ein richtiges Feuer zu verursachen.  Der Schaden beträgt mehrere zehntausend Euro. Menschen kamen bislang nicht zu Schaden. Aus Sicht der Geschädigten liest sich das Ganze dann so: "Ich wollte lediglich Unkraut mit dem Bunsenbrenner vor dem Haus entfernen. Mehrere Blätter haben sich wohl entzündet und wurden in einen Baum geweht. Der Baum fing darauf hin Feuer. Das griff auf den Dachstuhl über und setzte dort Dämmmaterial in Brand. Außerdem wurde die Regenrinne auf einer Länge von 50 cm zerstört. Ein Fenster war durch die Hitze gesprungen. Die Feuerwehr hat noch Schlimmeres verhindern können. So geschehen in Aachen am Montag vergangener Woche. Am Donnerstag vergangener Woche ein ähnlicher Fall: Dort hatte ein Mann mit einem Gasbrenner Unkraut am Gartenhaus entfernt. So lange, bis ein Nachbar ihm aufgeregt zurief, aus seinem Gartenhaus dringe Rauch. Da brannte es schon. Auch hier konnte die Wehr ein vollständiges Abbrennen des Gartenhauses verhindern. Anderswo fiel gleich ein ganzes Gartenhaus den Flammen nach einer Unkrautentfernung zum Opfer. Und zwei Tujahecken fingen bei einer gleichen gärtnerischen Aktion komplett Feuer. Die Aachener Kripo mahnt ausdrücklich zur Vorsicht beim Umgang mit Gasbrennern.