Karneval feiern und bauen geht Seite an Seite

Kehrt endlich ein wenig Ruhe ein rund um den Lammersdorfer Dorfplatz? Nach der emotionalen Diskussion um die Ansiedlung eines Lebensmittlers am »Otto-Junker-Platz« hatten zwischenzeitlich die Karnevalsfreunde für Aufsehen gesorgt.
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Wenn die Karnevalsfreunde auf dem Lammersdorfer Dorfplatz feiern, beeinträchtigt das nicht das geplante Neubaugebiet »Hasselfuhr«.

Wenn die Karnevalsfreunde auf dem Lammersdorfer Dorfplatz feiern, beeinträchtigt das nicht das geplante Neubaugebiet »Hasselfuhr«.

Zunächst sorgten die Karnevalsfreunde Lammersdorf sich um die Zukunft ihres Zeltplatzes, wenn auf der anderen Seite der Straße »Im Pohl« das Neubaugebiet »Hasselfuhr« mit knapp 100 Parzellen entstehe und drohten sogar Klage an. Dann sorgten sie mit der missverständlichen Aussage für Aufregung, dass man im Gespräch mit der Gemeinde Simmerath »bessere Emissionswerte« habe erzielen können. »Baugebiet und Zeltplatz kollidieren keineswegs miteinander«, stellt nun Karl-Heinz Hermanns, Bürgermeister von Simmerath, fest. Lärmmessungen haben ergeben, dass die Häuser entlang der Straße »Im Pohl« während der Karnevalsveranstaltungen mit überhöhten Emissionen leben müssen. Bis ins Neubaugebiet jedoch reiche der übermäßige Lärm nicht. »Wir haben zudem Emissionsmodelle berechnet, wie laut es wäre, wenn man Lärmpegelregler einsetzt«, erklärt Bauamtsleiter Jürgen Förster. Diese drosseln automatisch die Lautstärke, wenn sie gewisse Grenzwerte überschreitet. Diese potenzielle »Verbesserung« habe er darstellen wollen, räumt Reimund Lemcke, Präsident der Karnevalsfreunde, ein. Zudem suche man - gemeinsam mit der Gemeinde Simmerath - mittelfristig nach einer neuen Bleibe für die Karnevalsevents. »Auch wenn die Bevölkerung uns wohlgesonnen ist, wollen wir uns an anderer Stelle für die Zukunft aufstellen«, versichert Geschäftsführer Winfried Maaßen.