Neuer Geist für die Mutterkirche

Am kommenden Sonntag, 15. November, ist es endlich soweit: Nach genau sieben Monate Abstinenz können die Konzener wieder ihre Pfarrkirche St. Peter und Pankratius nutzen. Mit einem feierlichen Gottesdienst wird die Sanierung und der Umbau der »Mutterkirche des Monschauer Landes« um 15 Uhr gefeiert. Bereits um 14.30 Uhr wird am nahegelegenenen Kriegerdenkmal den Opfern der Weltkriege gedacht.
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»Mein Haus soll ein Bethaus sein; Ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus«. Diesen Vorwurf hat sich der Kirchenvorstand der Konzener Pfarre schon mehrmals gefallen lassen müssen. Doch Empörung und Skepsis wichen immer mehr Zuspruch und Offenheit.
Die Kirche ist auf ihre Grundmaße zurückgebaut worden, der Altar befindet sich wieder im bisher als Taufkapelle genutzten Seitenschiff. Die Sitzordnung wurde gen Osten gedreht und bietet mit 184 Sitzen ebenso viele Plätze wie zuvor. Im Altarbereich finden nicht nur Pfarrer und Messdiener, sondern auch der etwa 40-köpfige Männerchor Platz. Auch Musikverein oder Mandolinenorchester werden von dort aus weiterhin ihre Konzerte spielen können.

Kirche erweiterbar

Das hohe Kirchendach wurde abgetragen und durch ein flacheres, etwa fünf Meter tiefer aufliegendes Satteldach ersetzt. So fällt dem Betrachter von außen wieder die ursprüngliche Kirchenform ins Auge. Eben nur mit einem Anbau als Begegnungsstätte für die Pfarrgemeinde.
Für besondere Messfeiern, wie etwa Weihnachten, Ostern, Allerheiligen, größere Hochzeiten oder Beerdigungen, kann die Kirche erweitert werden. Dann wird der als Pfarrsaal deklarierte neue Nebenraum dem Gotteshaus zugeschlagen.
In diesem sind alle am Bau Beteiligten, Förderer, Unterstützer und die ganze Bevölkerung nach dem Gottesdienst (ab 16 Uhr) zur Agape-Feier geladen. Auch der Pankratiusraum im Keller kann dann in Augenschein genommen werden. Er bietet einen barrierefreien Zugang zum Friedhof.