Ohne Hilfe aus der Eifel wäre er machtlos

»Unverhofft kommt oft« war das Motto der Mitgliederversammlung des Fördervereins »Bruder Theo Call – Weißer Vater der Afrika Missionare«, denn im vergangenen Jahr konnte sich der Verein über einige unerwartete Spenden freuen, wie Geschäftsführer Dieter Johnen detailliert aufzählte.
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In diesem Jahr haben Elke und Martin Krings Bruder Theo Call (Mitte) alleine in Tansania besucht. Im kommenden Jahr möchten sie mit einer größeren Gruppe reisen.

In diesem Jahr haben Elke und Martin Krings Bruder Theo Call (Mitte) alleine in Tansania besucht. Im kommenden Jahr möchten sie mit einer größeren Gruppe reisen.

Kassierer Bernd Mainz ergänzte, dass sie 217 Einzelspenden zwischen fünf Euro bis hin zu mehreren tausend Euro verbuchen konnten, sodass eine enorme Summe zusammengekommen war. Und bis auf 80 Euro, die für Verwaltungskosten anfielen, ist das Geld komplett an den Afrikamissionar Bruder Theo Call überwiesen worden.

50 Jahre Missionar

Der 78-jährige Konzener lebt und arbeitet seit fünf Jahrzehnten in Tansania im Dorf Kabanga. Doch zurzeit verbringt der fünf Tage die Woche im 60 Kilometer entfernten Iterambogo. Dort steht das »Bischöfliche Knabenseminar St. Josef«, eine Schule in der 250 junge Männer ausgebildet werden. Bald soll die Schule erweitert werden, sodass die Schüler auch einen höheren Abschluss anstreben können. Dazu muss allerdings Strom her; und das ist das neue Großprojekt von Bruder Theo, der mit seinen Arbeitern ein 125 kW-Wasserkraftwerk errichtet. Bereits über zwei Jahre wird fleißig gebaut, ohne technische Hilfsmittel, alleine mit Hacke und Spaten. Von den Fortschritten konnten sich Elke und Martin Krings bei ihrem Besuch in Tansania im Oktober überzeugen.

Staatliche Förderung

Vor acht Jahren hatte das Ehepaar den Förderverein gegründet, der mittlerweile 502 Mitglieder zählt und ständig wächst. Fast jeder in Konzen und der Umgebung kennt den Missionar und seine Projekte und viele unterstützen seine Arbeit. Das ist für Bruder Theo eine große Hilfe, denn von staatlicher Seite bekommt er in Tansania kaum Geld. Er ist deshalb voll und ganz auf den Förderverein in seiner alten Heimat angewiesen. »Wenn kein Geld da ist, muss Theo seine Arbeiter nach Hause schicken, weil er sie nicht bezahlen und kein Material kaufen kann«, erzählt Martin Krings. Aus diesem Grund freue sich der Verein über jedes Mitglied und jede Spende. Und natürlich sei auch Bruder Theo für die Unterstützung dankbar. Er möchte ganz genau wissen, von wem die Spenden kommen, damit er sich in einem Brief persönlich bedanken kann.

Ordensfest

Weit mehr als sein halbes Leben hat Bruder Theo als Weißer Vater in Afrika verbracht und im kommenden Jahr feierte kürzlich sein 50-jähriges Ordensfest. Zu diesem Anlass möchte das Ehepaar Krings mit einer größeren Gruppe nach Tansania fliegen, um den Missionar zu besuchen. Das Reisedatum ist voraussichtlich vom 3. bis zum 10. Dezember 2017. Zu einem ersten unverbindlichen Informationsgespräch sind alle Interessieren für Dienstag, 17. Januar 2017, um 18:30 Uhr herzlich zu Elke und Martin Krings, Vor der Hohe 12 in Konzen, eingeladen. An diesem Abend wird über den Ablauf der Reise und die Vorkehrungen, die man im Vorfeld treffen muss, gesprochen. Anschließend kann jeder in Ruhe entscheiden, ob er mitfliegen möchte.

Spenden

Spenden-Konto und Mitgliedschaft im »Förderverein Bruder Theo Call« IBAN: DE21 3905 0000 1070 1303 96; BIC: AACSDE33, Sparkasse Aachen Mitgliedsbeitrag: 12 Euro E-Mail: info@Foerderverein-Bruder-Theo-Call.de