Schulen gegen Corona-Virus gut aufgestellt

80000 Schüler besuchen rund 1700 Schulen in der Städteregion Aachen. An acht Bildungseinrichtungen gibt es aktuell einen Corona-Fall, zwei davon in der Eifel.
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An weiterführenden Schulen herrscht Maskenpflicht. Eine FAQ-Liste des Krisenstabs von Stadt und Städteregion Aachen gibt wichtige Infos zu Fragen von Erziehern, Lehrern, Eltern oder Schülern. Foto: Alexandra Koch / Pixabay

An weiterführenden Schulen herrscht Maskenpflicht. Eine FAQ-Liste des Krisenstabs von Stadt und Städteregion Aachen gibt wichtige Infos zu Fragen von Erziehern, Lehrern, Eltern oder Schülern. Foto: Alexandra Koch / Pixabay

"Schulen und Kindergärten sind sicher nicht unsere Sorgenkinder", stellt Dr. Michael Ziemons, Dezernent für Soziales und Gesundheit bei der Städteregion Aachen, klar. Die Erzieher und Pädagogen hätten ihre Hausaufgaben gemacht, die Maskenpflicht trage zum Schutz bei. "Es funktioniert nur, wenn alle mitmachen und da scheint die Verantwortung für den Nächsten besser umgesetzt zu werden als im Rest der Gesellschaft", ergänzt Susanne Schwier, Schuldezernentin der Stadt Aachen. Kein Klassenverband musste aktuell in Quarantäne geschickt werden, sondern nur wirklich direkt betroffene Kontaktpersonen. Man wisse, dass längst nicht jeder Schüler, Lehrer oder auch die Eltern begeistert von der Maskenpflicht seien. "Es ist aber eine sinnvolle und vergleichsweise harmlose Maßnahme", wirbt Schwier für Verständnis. Die Schulgemeinschaften seien kreativ, machten "Masken"-Pausen, versetzte Mittagszeiten oder verlegten den Unterricht nach draußen. "Im Herbst wird das schwieriger", schränkt Markus Terodde, Schuldezernent der Städteregion Aachen ein. Dann sei es wichtig, regelmäßig zu lüften und die Schüler in den Pausen an die frische Luft zu schicken. Maskenverweigerer an den Schulen gebe es nur vereinzelt. "Dann muss der Schulleiter entscheiden, was zu tun ist. Er hat das Hausrecht", macht Schwier klar. Für eine Befreiung des Maskentragens gebe es klare Richtlinien, etwa für vorerkrankte Kinder. Und in wirklichen Einzelfällen bleibe das Kind ganz zu Hause, weil medizinische Gründe aktuell gegen einen Schulbesuch sprechen. Auch wenn das Land NRW bereits Anfang August klare Handlungsanweisungen an Schulen und Kindergärten verschickt habe, gebe es weiter Unsicherheiten bei allen Beteiligten. Daher hat der Krisenstab von Stadt und Städteregion Aachen einen Katalog mit den wichtigsten Fragen zum Download bereit gestellt. "Wir sind im Gesundheitsamt gut aufgestellt und wir gehen offensiv auf mögliche Kontaktpersonen von Infizierten zu", so Dr. Ziemons. Niemand müsse selbst bei einem Verdacht das Gesundheitsamt kontaktieren. Das führe nur zu glühenden Telefonleitungen und belaste die zügige Arbeit der Fachleute. Personal an Kitas und Schulen kann sich 14-tägig beim Hausarzt testen lassen. Das gilt auch Reiserückkehrer, Menschen mit Symptomen oder wenn die Warnmeldung der Corona-App eingegangen sei. Die wichtigsten Fragen werden durch die FAQ-Liste im Anhang beantwortet, bei dringenden Fällen wenden Sie sich an das Bürgertelefon unter 0241/510051. "Wir dürfen uns nicht an Corona gewöhnen. Wir müssen achtsam bleiben", appelliert Dr. Michael Ziemons an eine erhöhte Sensibilität in der Bevölkerung.


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