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Servicehunde sind wichtige Helfer für Behinderte

Für den Förderverein »I-L-e-Servicehunde für Menschen mit Behinderung e. V.« gibt es nur ein Ziel: Menschen mit Behinderung durch individuelle und geprüfte Servicehunde zu unterstützen.
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Hunde bestimmen auch ihr Leben (v.r.): Dr. Nadine Kiratli, Erik Kersting, Barbara Schönberg, Masterteam Maastricht und Michael Drees.Foto: Günther Sander

Hunde bestimmen auch ihr Leben (v.r.): Dr. Nadine Kiratli, Erik Kersting, Barbara Schönberg, Masterteam Maastricht und Michael Drees.Foto: Günther Sander

So das Fazit im Rahmen eines Seminars im Hundezentrum »canis familiaris«, Neu Fringshaus 1, in Roetgen, bei einem Gespräch mit dem ersten Vorsitzenden Erik Kersting, zweite Vorsitzende Barbara Schönberg und Dr. Nadine Kiratli (Assistant Professor bei Maastricht University School of Business and Economics).
Eines wurde besonders deutlich: Der beste Freund des Menschen wird sein unentbehrlicher Helfer. Die partnerschaftliche Hilfe für Menschen mit einer Behinderung, die zu einem selbstständigeren Leben und somit zu mehr Lebensqualität verhilft, verheißt eine Werbebroschüre des rührigen Vereins, bei dem Susanne Laschet, Gattin von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, die Schirmherrschaft übernommen hat.
Die Idee zu einer Gemeinschaft, um Menschen mit Behinderung (motorischer Art, gehörlos, blind, Diabetes, Epilepsie, psychisch erkrankt) durch speziell ausgebildete Hunde zu helfen, entstand 1995, als Erik Kersting, Hundeerzieher und Verhaltensberater, Ele Wissing und ihren Hund »Linse« kennenlernte. Die Dame war auf einen Rollstuhl und auf die  Hilfe anderer Menschen angewiesen. Leider fand sie keine öffentliche Stelle, die bereit gewesen wäre, die Kosten (20.000 bis 25.000 Euro) für die Ausbildung (zwei bis zweieinhalb Jahre)  eines Hundes zu übernehmen, obwohl dadurch andere Dienstleistungen und Hilfsmittel hätten eingespart werden können. »Linse« wurde ausgebildet, ihr Frauchen fand Unterstützung bei vielen Tätigkeiten, bis sie im hohen Alter verstarb. Beste Freunde des Menschen Erik Kersting suchte mit Freunden und Bekannten stets nach Möglichkeiten, behinderten Menschen mit Hunden Unterstützung angedeihen zu lassen. Er bildet seit 1999 verschiedene Hundetrainer und -erzieher und Verhaltensberater sowie Servicehundeerzieher nach der Hundeerziehungs-Philosopie in verschiedenen Organisationen aus.
2012 gründete Erik Kersting mit Fachkollegen den europäischen Berufsverband für I-L-e-Coaches e. V. Seit 2014 gibt es eine Eintragung ins Vereinsregister. I-L-e steht für Instinkt/Intelligenz, Lifestyle, Erziehung. Ist ein eingetragener und patentierter Markenname von Erik Kersting.
Schönberg und Kersting erzählen, die wichtigste Grundlage sei eine beziehungsorientierte Erziehung des Hundes, in der Mensch als auch Hund auf ihre Bedürfnisse kämen. Daher habe man sich zur Aufgabe gemacht, als Bindeglied zwischen Menschen mit Behinderung, Behörden und angeschlossenen I-L-e-Servicehundeschulen zu fungieren, Teil- oder Vollfinanzierung von L-I-e-Servicehunden und auch Spender/Sponsoren zur Finanzierung für Servicehunde zu suchen, wenn öffentliche Mittel nicht akquiriert werden können. Schönberg und Kersting ergänzen: »Wir möchten zusätzlich die Arbeit von Servicehunden in der breiten Öffentlichkeit mehr bekannt machen.« Dazu zähle auch das Bewusstmachen der Leistungen dieser speziellen Hunde in der Politik sowie das Plädieren für die Umsetzung der UN-Behindertenkonvention im Bereich tiergestützte Assistenz. Nur dann könne es gelingen, behinderten Menschen die Finanzierung eines Servicehundes zu ermöglichen. (der) Sitz des Vereins: Barbara Schönberg, Im Grüntal 123, 52066 Aachen. Geschäftsstelle des Vereins: Neu Fringshaus 1, 52159 Roetgen, Telefon 02471-92 18 128.
Weitere Informationen unter www.i-l-e-servicehunde.de oder per E-Mail: kontakt@i-l-e-servicehunde.de.